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Gartenabfälle dürfen nicht mehr brennen

Bergen Gartenabfälle dürfen nicht mehr brennen

Landkreis Vorpommern-Rügen untersagt Feuer / Unterschiedliche Regeln in Mecklenburg-Vorpommern

Bergen. Karl Z. (vollständiger Name der Red. bekannt) könnte vor Wut platzen: Der Kleingärtner aus Bergen auf Rügen wollte für Ordnung sorgen – nun hat er den Schlamassel:

 

OZ-Bild

Gartenabfälle verbrennen ist jetzt auch in Vorpommern-Rügen verboten.

Quelle: Foto: Raik Mielke

„Ende vergangenen Jahres haben wir die verwilderte Parzelle unseres Nachbarn mit aufgeräumt.“ Die jahrelang vernachlässigten Sträucher und Bäume wurden kräftig zurückgeschnitten. Den Riesen-Haufen wollten sie im März anzünden. Doch das Feuer wird nicht brennen: Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat das Verbrennen von Gartenabfällen ab sofort ausdrücklich untersagt – und zwar ganzjährig.

Das Verbot sei an sich ein alter Hut und das Verbrennen schon lange in der Landespflanzenabfallverordnung geregelt, sagt der Sprecher der Kreisverwaltung, Olaf Manzke. In der Verordnung heißt es unter anderem: „Pflanzliche Abfälle (. . .) dürfen verbrannt werden, wenn eine Entsorgung (. . . ) oder eine Nutzung der von den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern durch Satzung anzubietenden Entsorgungssysteme nicht möglich oder nicht zumutbar ist.“ Das sei aber spätestens mit der Einführung der Biotonne im gesamten Landkreis nicht mehr der Fall. Seitdem werde flächendeckend eine Entsorgungsmöglichkeit für Bioabfall angeboten, sagt Dr. Bernd Liebelt, Fachgebietsleiter für Umweltschutz in der Kreisverwaltung.

Karl Z. will die Regelung nicht widerspruchslos hinnehmen – und beruft sich ebenfalls auf die Landespflanzenabfallverordnung. Das Verbrennen ist mit Einschränkungen erlaubt, wenn eine andere Form der Entsorgung nicht zumutbar ist. „Und das ist sie aus meiner Sicht bei solch großen Mengen, wie sie bei uns in der Sparte Ende letzten Jahres angefallen sind, nicht – weder die braune Tonne noch die kostenpflichtige Ablieferung am Wertstoffhof.“ Er werde eine Ausnahmegenehmigung beantragen. „Und viele andere Gärtner sicherlich auch.“

Maik Trettin/Thomas Luczak

Umgang mit Grünschnitt entlang der Küste:

Im Landkreis Vorpommern-

Greifswald ist das Verbrennen grundsätzlich verboten. Ausnahmeregeln gelten bei Pflanzen mit Krankheiten oder unzumutbar großen Mengen. Nötig ist eine Genehmigung.

In Rostock und   Wismar ist das Verbrennen ebenso verboten.

Im Landkreis Rostock dagegen ist ein Verbrennen im März und Oktober an Werktagen für maximal zwei Stunden täglich in der Zeit von 8 bis 18 Uhr erlaubt, wenn die Abfälle auf nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken angefallen sind sowie Kompostierung und Nutzung der Entsorgungssysteme nicht möglich/zumutbar sind.

In Nordwestmecklenburg ist das Verbrennen auch verboten. Ausnahmeregeln ohne besondere Genehmigung: wenn Nutzung Biotonne oder Annahmestelle bzw. Kompostierung nicht möglich ist und die Abfälle auf einem nicht gewerblich genutzten Gartengrundstück angefallen sind. Jedoch nur im März und Oktober, werktags 8 bis 18 Uhr, nicht länger als zwei Stunden.

OZ

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