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Gefährliche Mücke aus den Tropen kommt immer näher

Greifswald/Rostock Gefährliche Mücke aus den Tropen kommt immer näher

Forscher aus Greifswald schließt den Vormarsch der Tigermücke, die Krankheitserreger übertragen kann, nach MV nicht aus. Ähnliche Arten wurden in Nord- und Mitteldeutschland schon gesichtet.

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Aedes albopictus – die Asiatische Tigermücke – wurde bereits in Mitteldeutschland nachgewiesen. Dass sie auch nach MV kommt, schließen Forscher nicht aus.

Quelle: James Gathany/dpa

Greifswald/Rostock. Die gefährliche Tigermücke rückt immer näher an Mecklenburg-Vorpommern heran. Nachgewiesen wurde sie im Land bisher noch nicht. Dennoch schließen Forscher einen Vormarsch des Insekts nach Norden nicht aus.

Das Risiko, dass die aggressiven Mücken auch Infektionskrankheiten wie Dengue oder Chikungunya übertragen, ist nicht gleich null. Helge Kampen vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald forscht zur Tigermücke, die in Südamerika unter anderem für die Übertragung des Zika-Virus verantwortlich sein soll. „Wir haben die Tigermücke schon seit einigen Jahren auch in Deutschland nachgewiesen – bis 2014 aber nur an Autobahnraststätten in Süddeutschland“, sagt der Insektenforscher. Die Mücken seien vor allem durch den Fernverkehr aus Südeuropa eingeschleppt worden.

Inzwischen wurden an mehreren Orten in Deutschland Larven und Eier gefunden – unter anderem auch im thüringischen Jena. „Das ist schon bedenklich. Das deutet darauf hin, dass die Mücke sich lokal vermehrt“, betont Kampen. In Heidelberg und Freiburg in Baden-Württemberg mussten die Mücken wegen ihrer raschen Vermehrung schon bekämpft werden. Die Behörden in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hamburg und Bremen gehen jetzt bereits aktiv gegen die Ausbreitung vor.

Das Landesgesundheitsamt (Lagus) in Rostock sieht noch keinen Grund, die Bürger zu alamieren. „Wir kümmern uns natürlich um die Gesundheit der Menschen im Land“, sagt Lagus-Sprecherin Anja Neutzling. Im Moment gebe es aber nichts, wovor man die Bevölkerung in MV warnen müsse.

52 Mückenarten wurden bislang in Deutschland nachgewiesen. Wie viele davon im Nordosten leben, ist unbekannt.

Michaela Krohn

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