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MV aktuell Gefährliches im Urlaubsgepäck
Nachrichten MV aktuell Gefährliches im Urlaubsgepäck
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00:05 12.06.2017

.Wer unbedacht Pflanzen aus dem Urlaub in südlichen Ländern mitbringt, kann ein gefährliches Bakterium einschleppen. Davor warnt der Pflanzenschutzdienst im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock. „Das Bakterium Xylella fastidiosa – es gibt keinen deutschen Namen – kann mehr als 300 Wirtspflanzenarten befallen, zum Beispiel Kräuter, Oleander, Olivenbäumchen, Ahorn“, sagte der Leiter des Pflanzenschutzdienstes, Joachim Vietinghoff. Die Pflanzen vertrocknen.

„Sind auch nur Einzelpflanzen nachweislich infiziert, müssen im Umkreis von 100 Metern alle bekannten und verdächtigen Wirtspflanzen ausnahmslos vernichtet werden“, erklärte Vietinghoff. Zudem müsse eine Zehn-Kilometer-Pufferzone eingerichtet werden, die amtlich überwacht wird. Das Bakterium sei eine Gefahr für den heimischen Obst-, Zierpflanzen- und Weinanbau. Übertragen wird der Erreger durch saugende Insekten wie Zikaden. Das Bakterium ist nicht mit Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen.

Den ersten Xylella-Fall in der Europäischen Union gab es 2013 in Italien in Apulien. Später wurden auch Pflanzen in Frankreich und auf Korsika befallen. 2016 gab es einen Fall in Sachsen. Ein Verdacht bei Lübeck habe sich nicht bestätigt. Das Hauptverbreitungsgebiet des Bakteriums ist Amerika.

Wer aus dem Urlaub Pflanzen aus anderen Ländern mitbringen will, sollte diese nur in zugelassenen Baumschulen kaufen und darauf achten, dass ein Pflanzenpass vorliegt, sagte Vietinghoff.

OZ

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