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MV aktuell Gegenwind für Wohnturm in Prora
Nachrichten MV aktuell Gegenwind für Wohnturm in Prora
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00:00 14.04.2016

Binz. Die Bürger haben das letzte Wort: Die Gemeindevertreter des Ostseebades Binz auf Rügen haben sich dafür entschieden, zum geplanten Wohnturm in Prora am 4. September einen Bürgerentscheid durchzuführen. Der potenzielle Investor Jürgen Breuer hatte angekündigt, einen 104 Meter hohen Wohnturm hinter den fünf von den Nazis gebauten Riesen-Blöcken errichten zu wollen. Das Projekt stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf Widerstand. Der Landrat von Vorpommern-Rügen, Ralf Drescher (CDU), sieht das Vorhaben skeptisch. Ebenso knapp 1800 Bürger, die sich bisher in einer Online-Petition gegen den Wohnturm ausgesprochen haben. Die Leser der OSTSEE-ZEITUNG diskutieren das Bauprojekt in Briefen und auf der Facebook-Seite der OZ. Die Ablehnung überwiegt deutlich.

Für Stephan Orlowski passt der „neumodische Wohnturm“ nicht in das Bild von Rügen. Wenn demnächst eventuell überall auf der Insel solche Wohntürme errichtet würden, würde die Insel ihren Charme verlieren. „Das wäre sehr schade!“ Gerhard Werner Schlicke glaubt, „dass weder Rügen noch sonst eine Insel oder ein Ort an der Ostseeküste solche Bauwerke braucht“. Um den Tourismus im Einklang mit der Wohnsituation der Bevölkerung und der Natur zu beleben, brauche man keine neuen Bausünden wie an den Küsten Nordafrikas und Spaniens. Es sei jedoch „sehr positiv, dass die Bürger ein bindendes Votum dazu abgeben können“. Sven Schmeling findet, es sei „eine Frechheit, dass dieses Etwas überhaupt zur Diskussion gestellt wird“. Ablehnung auch bei Roswitha Feiste: „Ich hoffe sehr, dass nicht wieder (Geld-)Gier Hirn frisst. Der Turm ist so was von fehl am Platz dort.“ Und Christin Wolff schreibt: „Prora war für uns im Urlaub der interessanteste und schönste Ort von ganz Rügen. Der Turm gehört da nicht hin.“ Für Ulrike Palm sieht „der Zettelturm aus wie ein überdimensionales Finanzamt. Da krieg ich glatt einen Lachkrampf.“ Rene Richter meint: „Ehrlich gesagt versteh‘ ich den Sinn nicht, Prora mit so was zu verschandeln.“ Marian Jabbusch gibt zu bedenken: „Die von diversen Wolkenkratzern verschandelte Ostseeküste von Schleswig-Holstein ist uns ein mahnendes Beispiel.“ Der Einklang mit der Natur habe auch beim Hotel- oder gar Wohnhausbau Vorrang.

Vereinzelt melden sich auch Befürworter des Hochhaus-Projekts zu Wort. Matthias Ludwig schreibt: „Auf zu neuen Ufern — warum nicht! Visionäre & Macher gibt es leider zu wenig, Respekt Jürgen Breuer!“ Johann Huebi findet: „Könnte doch zum neuen, modernen Wahrzeichen von Prora werden.“ Peter Brandenburg wäre dafür: „Tolles Objekt und MV würde weiter von Tourismus profitieren.“

Da hält Roswitha Feiste dagegen: „Die Touristen würden wegbleiben. Wer glaubt, dass so ein Klotz Urlauber anzieht, denkt eindeutig falsch.“ Marianne Hobusch

appelliert an die Binzer: „Bitte erhaltet Rügens Landschaft. Wem nützt dieses Bauwerk? Einigen Geldgebern sicherlich, aber ganz sicher nicht den Rüganern.“ Anja Erdelmann schreibt:

„Bitte, bitte stimmt dagegen! So ein Turm würde die ganze Insel verschandeln!“ Ebenso Wolfgang Strübing: „Bitte, bitte liebe Binzer, stimmt gegen diesen Unsinn.“ Und Miriam Gizyki meint: „Warum werden nicht alle Rüganer gefragt“, ob der Turm gebaut wird?

Von Bernhard Schmidtbauer

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