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MV aktuell Gentest ergab: Wölfe rissen 20 Tiere im Nordosten
Nachrichten MV aktuell Gentest ergab: Wölfe rissen 20 Tiere im Nordosten
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00:05 18.03.2017

. Vier Mal haben Wölfe in MV seit Jahresbeginn Nutztiere angefallen. Dabei wurden zwölf Schafe und acht im Gatter gehaltene Hirsche getötet sowie acht weitere Tiere verletzt, teilte das Umwelt- und Agrarministerium gestern mit. Genetische Analysen in einem Spezial-Labor in Hessen hätten eindeutig Wölfe als Verursacher bestätigt.

Der jüngste Fall ereignete sich laut Ministerium Ende Februar im vorpommerschen Pampow unmittelbar an der polnischen Grenze. Dort sei ein Wolf in ein gut gesichertes Wildgatter eingedrungen und habe weibliche und junge Damhirsche getötet. Der Halter verlor acht und damit ein Viertel seiner Tiere. Bereits im Dezember waren in einem anderen Gehege in der Region mehrere Tiere gerissen worden. Ebenfalls am Südende der Ueckermünder Heide, in der seit mehreren Jahren ein Wolfsrudel sesshaft ist, rissen Wölfe Mitte Februar Schafe. Zwei weitere Angriffe auf Schafherden gab es in Bützow (Landkreis Rostock) und südlich des Saaler Boddens (Landkreis Vorpommern-Rügen). Dort seien bislang keine Hinweise auf Wolfsrudel bekannt. „Daher ist dort jeweils ein durchwandernder Wolf als Verursacher zu vermuten“, sagte Umweltminister Till Backhaus (SPD). Verglichen mit dem letzten Jahr sei bisher kein Anstieg der Wolfsübergriffe zu verzeichnen. Nach Angaben des Ministeriums wurden 2016 bei 14 Attacken mindestens 72 Nutztiere getötet, meist Schafe.

Der Minister erinnerte daran, dass betroffene Tierhalter Kompensationszahlungen für gerissene Tiere erhalten können.

F. Pfaff

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