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MV aktuell Genug Platz für Familieneinkauf
Nachrichten MV aktuell Genug Platz für Familieneinkauf
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08:18 17.05.2017
Genug Platz: Die E-Auto-Tester Angelika und Jörg Westphal haben mühelos zwei Kisten Getränke und Einkäufe im Kofferraum verstaut. Quelle: Foto: Virginie Wolfram
Wustrow/Warnemünde

Im Ostseebad Warnemünde kommt Seenotretter Jörg Westphal in diesen Tagen nicht weit, ohne auf das Elektroauto angesprochen zu werden.

Wie praxistauglich sind E-Autos wirklich? Diese Frage wollen wir in Kooperation mit VW beantworten. Die Leser von zehn Tageszeitungen testen eine Woche lang zehn mit Strom betriebene Fahrzeuge, die von VW zur Verfügung gestellt wurden. Über die Erlebnisse und Erfahrungen unserer Leser berichten wir täglich.

„Viele sind neugierig, gucken und fragen nach“, sagt der 54-Jährige schmunzelnd, als erneut eine Frau aus dem Laden tritt und ihn auf den jüngsten Zeitungsbericht anspricht. Beim Laden der Batterie an der öffentlichen Säule am Kirchenplatz wurden er und seine Frau Angelika zur kleinen Attraktion. Es bildete sich eine Traube aus Kreuzfahrttouristen und Spaziergängern, die das Geschehen interessiert beobachteten. Auch Freunde, Nachbarn und Kollegen fragen nach, allerdings „kommen fast alle mit Vorurteilen“, meint der Wustrower. „Viele stehen dem Konzept Elektroauto skeptisch bis ablehnend gegenüber“, sagt der Seenotretter bedauernd. Sie sähen oft nur das Negative, statt sich an der Technologie zu erfreuen.

Herausforderung Einkauf im Baumarkt

Familie Westphal testet eine Woche lang für die OZ einen E-Golf auf Herz und Nieren und berichtet jeden Tag in der Zeitung und auf der Internetseite über ihre Erfahrungen. Jetzt stand die erste Shoppingtour auf dem Plan. Versperren große Akkupakete in E-Autos den Platz im Kofferraum, wie es bei Tests häufig kritisiert wird?

Das Ehepaar startete zum Einkaufen und Baumaterialbesorgen und konnte alle gekauften Dinge mühelos im Kofferraum unterbringen. „Zwei Kisten Getränke passten gut rein. Und auch mein eher sperriges Material für den Garagenbau, das ich im Baumarkt gekauft habe, bekamen wir unter“, sagt Jörg Westphal zufrieden. Selbst für das lange Ladekabel war noch Platz. Für den Alltagsgebrauch reiche die Größe des Kofferraums völlig aus. Zudem könne auch die Rückbank unproblematisch zurückgeklappt werden.

Akku-Pakete unter dem Fahrgastraum verteilt

Hintergrund: VW hat bei der Konzeption des E-Golf die Lithium-Akkumulatoren nicht im Laderaum installiert, wo sie eher schlecht für den Schwerpunkt und damit das Fahrverhalten des Mittelklassewagens gewesen wären. Stattdessen befinden sich die vier Akku-Pakete verteilt unter dem Fahrgastraum, jeweils etwa auf Höhe der Räder.

Auf ihrer Einkaufstour hat sich Angelika Westphal, die sonst einen Audi A 3 mit Automatikgetriebe fährt, erstmals hinter das Steuer des Stromers getraut. Und sie ist nach ihrer ersten Testfahrt vom Fahrgefühl und Komfort des E-Wagens begeistert. Er gleitet mühelos und sehr leise im Verkehr mit und habe viele Extras, die das Fahren extrem erleichtern.

Hilfreicher Parkassistent

Eine positive Überraschung erwartete ihren Mann beispielsweise gestern im chronisch unter Parkplatzmangel leidenden Warnemünde. Der Parkassistent hat das Auto nahezu selbstständig und mühelos in eine Lücke hineinmanövriert, in die Jörg Westphal „sich nicht hineingequält hätte“, wie er sagt. Das Auto habe den Parkplatz beim Vorbeifahren vorgeschlagen und dann selbst „wie von Geisterhand hineingelenkt“. Der Tester musste nur bremsen – und selbst das zeigte das Display ihm an.

Nach wie vor Schwierigkeiten bereitet dem Ehepaar das Thema Batterieladen (die OZ berichtete). 13 Stunden am Hausstrom von 220 Volt reichten gestern nicht aus, um den Golf vollzutanken. Welche Probleme es mit der Reichweite bei eingeschalteter Sitzheizung, während einer Nachtfahrt und auf Autobahnen gibt, lesen Sie in den nächsten Tagen.

Virginie Wolfram

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