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Rostock Gesunde Ernährung mit regionalen Produkte

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph nimmt Großküchen und andere Großversorger in die Pflicht

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Gesund-Esstipp vom Staatssekretär: Stefan Rudolph schwört auf die veganen Lupinen-Eisspezialitäten von ProLupin aus Grimmen. Sein Favorit ist Vanille. Neben cremigen Sorten bietet ProLupin-Chef Malte Stampe (Foto) seinen Kunden die Knuspervarianten Keks+Kakao oder Keks+Karamell an.

Quelle: Foto: Stefan Sauer/dpa

Rostock. . Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Rudolph (CDU) hat Großküchen und andere Großversorger in Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, mehr regionale Lebensmittel einzusetzen. Es komme vor, dass regionale Produzenten, die ihre Waren nur geringfügig teurer anbieten, sofort rausfliegen, sagte Rudolph gestern in Rostock auf einer Fachkonferenz des Landesagrarmarketings „Ernährung für die Gesundheit“. Dabei werde nicht bedacht, dass bei einem Zuschlag für einen billigeren Anbieter etwa aus Süddeutschland die CO2-Bilanz negativ ausfalle. Rudolph forderte in diesem Zusammenhang eine „zivilgesellschaftliche Vollkostenrechnung“.

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Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph nimmt Großküchen und andere Großversorger in die Pflicht

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Der Verein Agrarmarketing habe dafür eine Kommunikationsplattform geschaffen, auf der alle Beteiligten in der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der Gesundheitswirtschaft Kontakte knüpfen können.

Die Ernährungsbranche im Land sei auch in der Breite gut aufgestellt, betonte Rudolph. So gebe es gute Beispiele etwa für den Ersatz von Sojaeiweiß durch das Eiweiß der blauen Lupine.

Darüber hinaus gebe es Forschungsprojekte zum Austausch von künstlichen Zusatz- und Konservierungsstoffen durch hochinnovative Hopfenextrakte. Dabei arbeiteten das „Zentrum für Ernährung und Lebensmitteltechnologie“, die Hochschule Neubrandenburg sowie die Torney Landfleischerei Pribsleben in Altentreptow eng zusammen. Das Schweriner Wirtschaftsministerium fördere das Vorhaben mit mehr als einer halben Million Euro.

Die regionalen Anbieter von Lebensmitteln haben auch für die Tourismusbranche eine erhebliche Bedeutung, wie die Geschäftsführerin des Vereins Landurlaub, Cornelia Hass, sagte. Sie verwies auf die vielen Hofläden in MV, die die für die Gäste im Land typischen Produkte anbieten. Auch hier gebe es noch viel Bedarf an Kontakten zwischen den Produzenten, Gastronomen, aber auch den Kur- und Reha-Einrichtungen.

In der Ernährungsindustrie sind in 86 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten rund 14600 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete dabei im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 4,6 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes liege bei etwa einem Drittel.

Gesunde Lebensmittel seien eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Gesundheit, sagte Rudolph. Dies sei vor allem bei Kindern von Bedeutung. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge sei unter gerade eingeschulten Kindern jedes 20. Kind mit Ansätzen zu Adipositas und jedes achte Kind mit Übergewicht. Schon in der 4. Klasse sei jedes 13. Kind von Adipositas betroffen und in der 8. Klasse jedes achte Kind. In der Folge dieser Entwicklung müsse die Ernährungsindustrie darauf achten, dass Lebensmittel so produziert werden, dass damit zu einer Steigerung der Gesundheit beigetragen wird. Dazu zähle insbesondere die Reduktion von Zucker.

Milchpreise sollen steigen

Das Deutsche Milchkontor (DMK), zu dem Milchverarbeiter in Bergen auf Rügen, Dargun, Altentreptow und Waren an der Müritz gehören, hat höhere Milchpreise für Bauern in Aussicht gestellt. Grund dafür seien erfolgreiche Abschlüsse für Milchprodukte mit dem Einzelhandel, teilte ein Sprecher der größten deutschen Molkereigruppe mit Hauptsitz in Bremen mit. Die DMK, die von rund 8300 Bauern beliefert wird, zahlt derzeit 32 Cent pro Liter Milch. Als auskömmlich gelten Preise von 35 bis 40 Cent. „Wir sind zuversichtlich, dass die neu ausgehandelten Verträge uns weitere Handlungsspielräume für höhere Milchpreise ermöglichen werden“, so der Sprecher.

Joachim Mangler

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