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Gewerkschaft will Sonntagseinkauf schnell wieder stoppen

Greifswald Gewerkschaft will Sonntagseinkauf schnell wieder stoppen

Verdi hat beim Oberverwaltungsgericht Greifswald eine einstweilige Verfügung beantragt, um die neue Bäderregelung außer Kraft zu setzen.

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Dieses Schild könnte bald sonntags an vielen Läden hängen.

Quelle: Fotolia

Greifswald. Es darf wieder sonntags eingekauft werden – laut gültiger Bäderregelung in 77 Ortsteilen ab sofort bis Anfang November. Ob das so lange möglich sein wird, ist unklar. Die Gewerkschaft Verdi hat beim Oberverwaltungsgericht Greifswald eine einstweilige Verfügung beantragt, mit der das Regelwerk so schnell wie möglich außer Kraft gesetzt werden soll. Und sie ist zuversichtlich, dass das klappt.

„Es gibt mehrere Gerichtsurteile, die den Sonntagsschutz stärken, und die sind in der Regelung nicht genügend berücksichtigt worden“, sagt Verdi-Pressesprecher Frank Schischefsky. Der freie Sonntag sei per Grundgesetz geschützt. Es gebe natürlich Ausnahmen, in der Bäderregelung MV aber zu viele. Hier stünden wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. „Wir hatten gehofft, dass über die einstweilige Verfügung vor Ostern entschieden wird, damit die Regelung gar nicht erst gültig wird, aber das Land hat um Fristverlängerung bis nach den Feiertagen gebeten“, berichtet Schischefsky.

Dass die Gewerkschaft die Regelung schnellstmöglich kippen will, schockiert Burkhard Rohde vom Handelsverband Ostseeküste: „Die meisten Händler haben ihre Lager bereits mit der Saisonware gefüllt, sie machen mit dem Sonntagsverkauf 25 Prozent ihres Jahresumsatzes“, sagt er. Falle diese Einnahmequelle weg, müssten Tausende Arbeitsplätze im Land gestrichen und viele Läden im verkaufsarmen Winter geschlossen werden.

Von Kerstin Schroeder

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