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Gewitter beschädigt Dächer in Lübz und überschwemmt Zeltplatz in Hohenkirchen

Lübz Gewitter beschädigt Dächer in Lübz und überschwemmt Zeltplatz in Hohenkirchen

/Hohenkirchen. Ein heftiges Gewitter mit orkanartigen Böen hat am Dienstag gegen 20.00 Uhr in der Kleinstadt Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) mehrere Dächer abgedeckt.

Lübz. /Hohenkirchen. Ein heftiges Gewitter mit orkanartigen Böen hat am Dienstag gegen 20.00 Uhr in der Kleinstadt Lübz (Kreis Ludwigslust-Parchim) mehrere Dächer abgedeckt. „Die Lage war sehr gefährlich, weil Holz- und Blechdachteile durch die Luft flogen und in Wohnhäusern stecken blieben“, sagte Wehrleiter Olaf Richter. Nach ersten Erkenntnissen sei aber niemand ernsthaft verletzt worden.

Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erreichte die orkanartige Böe Windgeschwindigkeiten von mehr als 130 Stundenkilometern. So wurden die Dächer einer alten Molkerei, eines Supermarktes, eines alten Speichers sowie mehrere Carports und Garagen im Norden und Westen der Stadt beschädigt. Eine Blechgarage sei völlig aus den Angeln gehoben worden.

Auf der Autobahn 14 zwischen Schwerin und Wismar und auf der A 19 hatte es bereits am Dienstagnachmittag etliche Unfälle infolge von Starkregen gegeben. Dabei wurden mindestens zwei Menschen leicht verletzt.

An der Wohlenberger Wiek (Nordwestmecklenburg) hat das Unwetter mehrere Campingplätze heimgesucht. Besonders schwer traf es das Gelände „Liebeslaube“ in Hohenkirchen. Durch den heftigen Niederschlag strömte das Regenwasser von den umliegenden Ackerflächen in die Senke, in der sich der Campingplatz befindet. „Irgendwann kam eine Welle herunter“, berichtet Platzinhaber Matthias Fiedler.

Die Feuerwehr war sechs Stunden im Einsatz. Die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Besonders Dauercamper waren von der Überschwemmung betroffen. Fußböden, Schränke und andere Einrichtungsgegenstände sind durch das Wasser zerstört worden. Einige Gäste reisten ab.

Zu Beginn des meteorologischen Sommers am gestrigen Mittwoch sind neue Unwetter in Sicht. „Nach einer kurzen Wetterberuhigung steigt das Gewitterrisiko in den nächsten Tagen wieder an“, sagt Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst. Von Polen her ziehe ein neues Tiefdruckgebiet ins Land. „Friederike“ werde einige Tage bleiben und Starkregen und Hagel bringen. Diesmal sei vor allem die Mitte Deutschlands betroffen.

OZ

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