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MV aktuell Gewitterfront führt zu Unfällen und deckt Dächer ab
Nachrichten MV aktuell Gewitterfront führt zu Unfällen und deckt Dächer ab
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14:23 01.06.2016
In der Wohlenberger Wiek (Landkreis Nordwestmecklenburg) wurde in der Nacht zu Mittwoch ein Campingplatz überflutet. Quelle: Philipp Müller
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Lübz/Hasenwinkel

Teilweise heftige Regenfälle haben am Dienstag in weiten Teilen Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsbehinderungen und Schäden verursacht. Besonders betroffen wurde Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Dort hat eine Gewitterfront am Abend Schäden an mindestens 10 Gebäuden angerichtet. Darunter auch ein Discountmarkt. Starke Windböen deckten teilweise Dächer ab oder beschädigten Fensterscheiben. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf etwa 200 000 Euro geschätzt. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen aber niemand.

Vereinzelt kam es im Land in der Nacht zu Mittwoch zu kurzzeitigen Stromausfällen.

Drei Unfälle auf der A14 wegen Starkregens

Bei Unfällen sind am Dienstagnachmittag auf der A14 in Nordwestmecklenburg innerhalb von zehn Minuten zwei Personen verletzt worden. Wegen plötzlich einsetzenden Starkregens verloren am Dienstag drei Autofahrer in Höhe des Rastplatzes Pröbbower See bei Hasenwinkel die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Ein 25- und ein 56-Jähriger wurden bei einer Kollision verletzt. Zwei weitere Autrofahrer kamen von der Fahrbahn ab. Die entstandenen Sachschäden werden durch die Autobahnpolizei auf insgesamt etwa 30 000 Euro geschätzt.

Campingplätze an der Wohlenberger Wiek überschwemmt

An der Wohlenberger Wiek (Nordwestmecklenburg) hat das Unwetter am Dienstagnachmittag mehrere Campingplätze überschwemmt. Besonders schwer traf es das Gelände „Liebeslaube“ in Hohenkirchen. Durch den heftigen Niederschlag strömte das Regenwasser von den umliegenden Ackerflächen in die Senke, in der sich der Campingplatz befindet. „Irgendwann kam eine Welle herunter“, berichtet Platzinhaber Matthias Fiedler. Die Feuerwehr war sechs Stunden im Einsatz. Die Aufräumarbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Besonders Dauercamper waren von der Überschwemmung betroffen. Fußböden, Schränke und andere Einrichtungsgegenstände sind durch das Wasser zerstört worden. Einige Gäste reisten ab. „Es macht keinen Sinn. Der Sommer ist versaut“, meinte Dauercamper Frank Schrul.

Keine Entwarnung: Neues Tief aus Osten

Zu Beginn des meteorologischen Sommers am Mittwoch sind neue Unwetter in Sicht. „Nach einer kurzen Wetterberuhigung steigt das Gewitterrisiko in den nächsten Tagen wieder an“, sagte die Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Von Polen her ziehe ein neues Tiefdruckgebiet ins Land. „Friederike“ werde einige Tage bleiben und Starkregen und Hagel bringen. Diesmal sei vor allem die Mitte Deutschlands betroffen.

Am Mittwoch dominieren bis auf die Küsten überall Wolken, vielerorts gibt es Schauer. Gewitter können unwetterartig ausfallen. Direkt an der Küste kommt auch mal die Sonne zum Vorschein. Die Temperaturen erreichen meist 17 bis 23 Grad, im Nordosten ist bei bis zu 26 Grad ein Sommertag möglich.

Auch am Donnerstag kann es zu Gewittern mit heftigem Regen oder Hagel kommen. Die davon betroffenen Regionen waren aber am Dienstag noch nicht vorherzusehen. Wieder soll es bei Sonnenschein im Nordosten am wärmsten werden - dort sind sommerliche 27 Grad zu erwarten.

Das erste Juni-Wochenende soll wechselhaft bleiben. Es werde zwar auch trockene und sonnige Momente geben, aber: „Es muss weiterhin mit teils kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden“, sagte Bertelmann.

Video und App erklären Kindern richtiges Verhalten bei Gewitter

Frankfurt/Main. In den vergangenen Tagen gab es in einigen Regionen Deutschlands Gewitter mit Starkregen. Wie Kinder sich bei Blitz und Donner richtig verhalten, erklärt eine neue App des Verbands der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik. Der Comic ist für Grundschulkinder gedacht und kann kostenlos für Android- oder Apple-Systeme heruntergeladen werden. Außerdem gibt es den Comic unter www.donner-wetter.info auch als Dokument zum Herunterladen.

Ebenfalls an Kinder richtet sich das Youtube-Video des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dort wird kindgerecht erklärt, warum Regenschirme oder Hochsitze im Wald bei Blitzeinschlag gefährlich sein können. (dpa)

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