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MV aktuell Glühwein in MV: Tester entdecken nur kleine Mängel
Nachrichten MV aktuell Glühwein in MV: Tester entdecken nur kleine Mängel
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00:00 21.12.2016

Glühwein, Bratwurst, geröstete Mandeln – die Weihnachtsmärkte der Region bieten ihren Gästen viele Gaumenfreuden. Damit die Leckereien unbedenklich verzehrt werden können, überprüfen Lebensmittelkontrolleure die Waren der Stände. Und die Tester sind zufrieden: Bislang wurden nur kleinere Mängel aufgedeckt.

OZ-Glühweintester waren auch in Stralsund unterwegs. FOTO: M. WEBER

Glühwein darf beispielsweise nur bis 70 Grad Celsius erhitzt werden, sagt die Sprecherin des Landkreises Nordwestmecklenburg, Petra Rappen. „Ansonsten entweicht der Alkohol und es entstehen negative Geschmäcker.“ An der Qualität des Heißgetränkes hätten die fünf Lebensmittelprüfer des Kreises allerdings bislang auf den Märkten in Wismar, Boltenhagen und Gut Brook nichts auszusetzen. „Jedoch wurden acht mündliche Belehrungen und zwei schriftliche Verwarnungen erteilt“, sagt Rappen. Dabei ging es vor allem um Kennzeichnungsfehler oder fehlende Handwaschbecken für das Personal. „Wir konnten bisher nur zwei Mängel feststellen“, sagt der Sprecher des Kreises Vorpommern- Greifswald, Achim Froitzheim. „Ein Mal wurde von einer Mitarbeiterin das Gesundheitszeugnis vergessen, ein Mal konnten die schriftlichen Temperaturaufzeichnungen nicht gleich vorgelegt werden.“ Neben dem Weihnachtsmarkt in Greifswald hätten die zehn Kontrolleure drei weitere Märkte unter die Lupe genommen.

„Die Stände sind meist professionell organisiert und gut ausgestattet“, ergänzt Froitzheim. Neben Wasch- und Spülbecken verfügen viele Verkäufer über Listen mit Inhaltsstoffen und Allergenen sowie dem Spuckschutz, der verhindert, dass Kunden unmittelbar auf unverpackte Lebensmittel husten, fassen oder niesen können.

Jedes Jahr gibt das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock Untersuchungsschwerpunkte vor. Die Prüfer sollen dazu Proben entnehmen, die dann in den Laboren untersucht werden. „In diesem Jahr stehen der Glühwein und lose verkaufte Lakritze im Fokus“, sagt Sprecherin Antje Krüger. Im Januar sollen die Ergebnisse vorliegen.

Die Lebensmittelkontrolleure im Kreis Vorpommern-Rügen sind derzeit mit den Untersuchungen der Weihnachtsmärkte gut ausgelastet. Aktuelle Zahlen gibt es noch nicht, 2015 sind acht Märkte mit 64 Ständen kontrolliert worden. Im vergangenen Jahr stand vor allem der Glühwein in der Kritik des Lallf. Das Institut für Hygiene und Umwelt Hamburg, das mit der in Rostock ansässigen Behörde zusammenarbeitet, wertete die Proben aus. Demnach sei der Alkoholgehalt in den untersuchten Proben zu gering gewesen. Auch wurde zu viel Nickel im Wein nachgewiesen, der zu „brandigen“

Geschmacksnoten führe, die „an Mäuse-Harn erinnern“. Wiederholt wurden Beeren- und Fruchtweine dreist umdeklariert und als Glühwein verkauft. Ann-Christin Schneider

OZ

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