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Gramkow Favoritin bei OB-Wahl

Schwerin Gramkow Favoritin bei OB-Wahl

Schweriner entscheiden am Sonntag, wer im Rathaus das Sagen hat

Schwerin. Einen Super-Wahltag haben die Schweriner am Sonntag: Neben der richtungsweisenden Landtagswahl sollen die Landeshauptstädter auch darüber entscheiden, wer in kommenden Jahren Oberbürgermeister/in sein soll. Amtsinhaberin Angelika Gramkow (Linke) gilt dabei als große Favoritin; allerdings ist sie durch die Missbrauchs-Affäre rund um den Verein „Power for Kids“ angeschlagen.

„Schwerin für alle“ – mit diesem Slogan wirbt Gramkow im OB-Wahlkampf. Seit acht Jahren ist die 57-Jährige Stadtoberhaupt der stark verschuldeten Kommune und will es noch mal wissen. Die als impulsiv geltende Gramkow (sie nennt sich „leidenschaftlich“) gilt als Kämpferin. Viele Jahre lang saß sie im Landtag. Ihr aktuelles Problem sind jedoch die Vorfälle im Jugendklub des Vereins „Power for Kids“. Dutzende Kinder und Jugendliche sollen sexuell missbraucht worden sein, der frühere Vereinschef ist gerade zum zweiten Mal angeklagt worden. Das Jugendamt hatte Hinweise lange Zeit nicht ernst genommen. Bei der Aufklärung machte Gramkow selbst keine gute Figur, vor allem als sie die kritisierte Amtsleiterin wieder einsetzte, obwohl in der Stadtvertretung noch eine Untersuchung lief.

Gefährlich kann Gramkow nach Einschätzung von Beobachtern eigentlich nur ein Mann werden: Silvio Horn, Kandidat der Unabhängigen Bürger Schwerins, tätig als leitender Beamter im Innenministerium. Ihm wird zugetraut, einen Durchmarsch der Linken im ersten Wahlgang zu verhindern und eine Stichwahl zu erzwingen. Sieben weitere Kandidaten treten zur Oberbürgermeister-Wahl in Schwerin an: Die CDU schickt Simone Borchardt, leitende Mitarbeiterin bei einer Krankenkasse, ins Rennen, die SPD setzt auf den eher unbekannten Rico Badenschier, einen Mediziner. Für die Grünen tritt Rechtsanwalt Martin Lorentz an, für die FDP Frank Haacker, Experte für die Bekämpfung von Steuerbetrug. Weitere Frau auf der OB-Bewerberliste ist Anita Gröger von der Aktion Stadt- und Kulturschutz, eine Pädagogin.

Die Satire-Partei „Die Partei“ stellt Martin Molter auf, einen Kommunikationsdesigner. Eigenwerbung: „Der Kandidat, dem die Frauen vertrauen oder auch nicht.“ Einzelbewerber Stefan Timm, ein Sachbearbeiter, rundet das Kandidatenfeld ab.

Nicht zugelassen zur OB-Wahl wurde Einzelbewerber Uwe Wilfert. Der Wahlauschuss hatte Zweifel an seiner Verfassungstreue. Wilfert hatte im Internet hasserfüllte und ehrverletzende Kommentare über andere verfasst.

fp

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