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Greifswald arbeitete an Kampfstoffen

Greifswald Greifswald arbeitete an Kampfstoffen

Die Universität Greifswald war während des Nationalsozialismus in den Bereichen Medizin, Chemie und Physik in die Kriegsforschung eingebunden. Wie neueste Forschungsergebnisse des Historikers Henrik Eberle aus Halle zeigen, haben Chemiker und Mediziner der Universität Kampfstoffe — teilweise bei Experimenten mit Menschen — erprobt.

Greifswald. Das Physikalische Institut habe seit 1941 kriegswichtige Aufträge erhalten. „Seit 1942 galt das von Rudolf Seeliger geleitete Institut als Rüstungsbetrieb“, sagte Eberle gestern. Seeliger, späterer Entdecker des Xenon-Lichtes, war zwischen 1946 und 1948 der zweite Nachkriegsrektor der Uni.

Im Physikalischen Institut wurde für das V2-Waffenprojekt in Peenemünde an Radiosonden gearbeitet, wie Eberle sagte. Mit den Sonden konnten die Peenemünder Ingenieure die Wetterverhältnisse in der Stratosphäre bestimmen und damit entscheidende Daten sammeln, um die Flugbahnen der V2-Waffen berechnen zu können.

Dokumente fand er im Londoner Nationalarchiv, in Archiven in Freiburg und Berlin. In Greifswald gibt es nur partiell Akten. Als „ethisch fragwürdig“

bezeichnete Eberle Experimente mit Senfgas-Kampfstoffen an der Uni-Hautklinik unter Direktor Wilhelm Richter.

OZ

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