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Grimmener retten Kind aus der Ostsee

Grimmen/Zingst Grimmener retten Kind aus der Ostsee

Siebenjähriger drohte vor Zingst zu ertrinken.

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David und Denny Sobczak aus Grimmen sprangen sofort in das Rettungsboot der DLRG.

Quelle: DLRG Grimmen

Grimmen. Als Rettungsschwimmerin Britta Kirschke der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gestern um 10.35 Uhr an den unterspülten Buhnen des Ostseebades Zingst (Kreis Vorpommern-Rügen) ankommt, kämpft ein siebenjähriger Badegast hier gerade um sein Leben. „Der Junge war total erschöpft und klammerte sich mit letzter Kraft an eine Buhne“, beschreibt Oliver Habel, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Grimmen, die Situation.

Dem schnellen Eingreifen der Lebensretter ist es zu verdanken, dass der Junge aus Hamburg diesen Tag „nur“ mit Schürfwunden, einer leichten Unterkühlung und mit einem gehörigen Schock in Erinnerung behalten wird.

Gegen 10.35 Uhr bemerkt eine Rettungsschwimmerin auf dem Nebenturm 10, dass sich ein Kind an den Buhnen in Seenot befindet. „Ich hatte das Kind bereits im Auge und ein ungutes Gefühl. Wenige Sekunden später musste ich eingreifen“, sagt Britta Kirschke. Sie geht sofort ins Wasser und kämpft sich gegen die starke Strömung zu dem Kind vor. Am Hauptturm gehen nach der Alarmierung fast zeitgleich ein Motorrettungsboot und zwei Rettungsschwimmer mit Notfallausstattung ins Wasser. Bereits 60 Sekunden später erreicht die DLRG-Frau das Kind. Es ist zu diesem Zeitpunkt zwar bei Bewusstsein, jedoch völlig erschöpft. Die Retterin schleppt den Jungen aus dem Wasser.

Wiederum eine Minute später treffen weitere Helfer am Einsatzort ein. Rettungsassistenten übernehmen die Untersuchung des Kindes. Es zog sich an den Holzbuhnen mehrere Schnittwunden zu. „Die Rettung hat super geklappt und das Team hat in diesem Fall wirklich Schlimmeres verhindert“, bilanziert Oliver Habel.

Zurzeit besetzen 19 Rettungsschwimmer aus Grimmen die Türme im Ostseebad Zingst. Gestern entschieden sich die Retter sehr früh dafür, die „Gelbe Fahne“ zu hissen. Lautsprecherdurchsagen weisen auf das Badeverbot für Nichtschwimmer und Kinder hin. Im Fall des siebenjährigen Hamburgers wurden diese Wahrnhinweise, wie so oft, ignoriert und die Situation unterschätzt.

 

Raik Mielke

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