Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Grimmener retten Kind aus der Ostsee
Nachrichten MV aktuell Grimmener retten Kind aus der Ostsee
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 16.07.2013
David und Denny Sobczak aus Grimmen sprangen sofort in das Rettungsboot der DLRG. Quelle: DLRG Grimmen
Grimmen

Als Rettungsschwimmerin Britta Kirschke der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gestern um 10.35 Uhr an den unterspülten Buhnen des Ostseebades Zingst (Kreis Vorpommern-Rügen) ankommt, kämpft ein siebenjähriger Badegast hier gerade um sein Leben. „Der Junge war total erschöpft und klammerte sich mit letzter Kraft an eine Buhne“, beschreibt Oliver Habel, Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Grimmen, die Situation.

Dem schnellen Eingreifen der Lebensretter ist es zu verdanken, dass der Junge aus Hamburg diesen Tag „nur“ mit Schürfwunden, einer leichten Unterkühlung und mit einem gehörigen Schock in Erinnerung behalten wird.

Gegen 10.35 Uhr bemerkt eine Rettungsschwimmerin auf dem Nebenturm 10, dass sich ein Kind an den Buhnen in Seenot befindet. „Ich hatte das Kind bereits im Auge und ein ungutes Gefühl. Wenige Sekunden später musste ich eingreifen“, sagt Britta Kirschke. Sie geht sofort ins Wasser und kämpft sich gegen die starke Strömung zu dem Kind vor. Am Hauptturm gehen nach der Alarmierung fast zeitgleich ein Motorrettungsboot und zwei Rettungsschwimmer mit Notfallausstattung ins Wasser. Bereits 60 Sekunden später erreicht die DLRG-Frau das Kind. Es ist zu diesem Zeitpunkt zwar bei Bewusstsein, jedoch völlig erschöpft. Die Retterin schleppt den Jungen aus dem Wasser.

Wiederum eine Minute später treffen weitere Helfer am Einsatzort ein. Rettungsassistenten übernehmen die Untersuchung des Kindes. Es zog sich an den Holzbuhnen mehrere Schnittwunden zu. „Die Rettung hat super geklappt und das Team hat in diesem Fall wirklich Schlimmeres verhindert“, bilanziert Oliver Habel.

Zurzeit besetzen 19 Rettungsschwimmer aus Grimmen die Türme im Ostseebad Zingst. Gestern entschieden sich die Retter sehr früh dafür, die „Gelbe Fahne“ zu hissen. Lautsprecherdurchsagen weisen auf das Badeverbot für Nichtschwimmer und Kinder hin. Im Fall des siebenjährigen Hamburgers wurden diese Wahrnhinweise, wie so oft, ignoriert und die Situation unterschätzt.

Raik Mielke

Siebenjähriger drohte vor Zingst zu ertrinken.

16.07.2013

Schock am Kap von Rügen: Diebe räumen Peilturm leer. Das Lebenswerk von Schmuckdesigner Nils Peters ist zerstört.

16.07.2013

Das Preisgeld einer Umweltehrung für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auch dem Müritz-Nationalpark zugute.

16.07.2013
Anzeige