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Groß-Projekt: Rostock plant neuen Stadtteil für 13000 Leute

Rostock Groß-Projekt: Rostock plant neuen Stadtteil für 13000 Leute

Wohngebiet im Süden rund um Biestow soll eine eigene Straßenbahnlinie erhalten

Rostock. 19 Stadtteile hat Rostock bereits – nun soll ein weiterer hinzukommen: Die Stadtverwaltung plant im Süden der Hansestadt ein neues Mega-Baugebiet, einen komplett neuen Stadtteil. Mit Platz für bis zu 13000 Einwohner, neuen Kitas und Schule und sogar einer eigenen Straßenbahn-Linie. Entsprechende Planungen bestätigte die Stadtverwaltung jetzt auf OZ-Anfrage. Offiziell will Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) das Konzept Anfang November vorstellen.

 

OZ-Bild

Hintergrund: In der Hansestadt Rostock herrscht akute Wohnungsnot. Und die Lage spitzt sich immer weiter zu: Die Stadtverwaltung rechnet laut neuesten Prognosen damit, dass die Einwohnerzahl in den kommenden 15 Jahren auf mehr als 230000 steigen wird. Der Bau neuer Wohnungen hat im Rathaus höchste Priorität. Nur: Auch Flächen sind Mangelware. Statt überall in der Stadt kleine Flächen zu erschließen, hat sich die Rathaus-Spitze nach OZ-Informationen nun für die ganz große Lösung entschieden – für einen komplett neuen Stadtteil.

Und nach und nach sickern auch erste Details zu dem Groß-Projekt am Stadtrand durch: Die Stadtplaner wollen auf den bisherigen Ackerflächen rund um Biestow bis zu 7000 Wohnungen bauen. „Wir setzen auf eine Mischung aus Einfamilien- und Reihenhäusern, aber auch auf Geschossbauten“, sagte Monika Fritsche, die stellvertretende Leiterin des Amtes, der OZ.

Im Bereich Nobelstraße etwa, der Zufahrtsstraße zur A 20, sollen primär Flächen für Häuslebauer ausgewiesen werden. In anderen Bereichen seien durchaus aber auch neue Wohnblöcke oder gar Hochhäuser vorstellbar. „Das ist alles nur eine erste Überlegung. Wir wollen den Bürgern die Pläne bald vorstellen. Entschieden ist nichts“, sagt Fritsche.

Das Rathaus plant aber bereits die Erschließung des neuen Stadtteils. Vom Südring soll eine Zufahrt gebaut werden – quer durch Kleingärten. Zwischen den Haltestellen Neuer Friedhof und Südblick wird eine neue Straßenbahn-Trasse gebaut – parallel zu einer neuen Südtangente für Autos. Schulsenator Steffen Bockhahn (Linke) habe zudem darauf gedrungen, Platz für Kitas und Schulen einzuplanen.

Klaus-Peter Müller, Sprecher der Bürgerinitiative „Leben in Biestow“, fordert von der Stadt, ihre Planungen schnellstmöglich offen zu legen. Denn bisher sei stets von nur 1600 Wohneinheiten im Umfeld des Ortsteils die Rede gewesen. Wenn es jetzt fast 7000 werden sollen, hätte das Rathaus die Biestower „an der Nase herumgeführt“. Aus seiner Sicht seien die Pläne von langer Hand vorbereitet: Die stadteigene Wohnungsgesellschaft Wiro soll im Bereich des neuen Stadtteils schon größere Flächen aufgekauft haben.

Andreas Meyer

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