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MV aktuell Grüne kreiden P+S-Sanierer Erinnerungslücken an
Nachrichten MV aktuell Grüne kreiden P+S-Sanierer Erinnerungslücken an
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00:00 01.04.2014
Schwerin

Die Wirtschaftsberatung KPMG hat im Werften-Untersuchungsausschuss des Landtags bekräftigt, dass die P+S-Schiffbaubetriebe in Wolgast und Stralsund Ende 2009 sanierungsfähig waren. Daran hätten auch hohe Finanzierungskosten nichts geändert, sagte KPMG-Berater Michael Axhausen gestern in Schwerin. KPMG hatte im Dezember 2009 und in einem aktualisierten Gutachten vom Februar 2010 positive Prognosen für P+S abgegeben. Auf dieser Grundlage hatte das Land seine Entscheidungen zur Unterstützung getroffen.

Erkennbar schwierig sei die Lage auf der Werft im ersten Quartal 2012 geworden, so Axhausen. Im August 2012 meldete P+S Insolvenz an, nachdem zwei Fähren für die Reederei Scandlines nicht termingerecht abgeliefert werden konnten. Das Land verlor durch die Pleite rund 250 Millionen Euro.

Grünen-Obmann Johannes Saalfeld warf Axhausen vor, sich an Details nicht mehr erinnern zu können — oder zu wollen. Dass die hohen Finanzierungskosten — neben Zinsen wurden Gebühren und Provisionen fällig — eine starke Belastung für P+S waren, bestätigte laut Saalfeld der Zeuge Dieter Dehlke. Dieser war finanzverantwortlicher Geschäftsführer der Werften zwischen Mai 2010 und September 2011. Solch hohe Konditionen habe er noch nie gesehen, so Dehlke. Deswegen habe sich die Suche nach anderen Banken und Investoren schwer gestaltet. Linken-Obfrau Jeannine Rösler zeigte sich verwundert, dass KPMG lange keine Probleme bei der Umsetzung der Sanierung gesehen habe.



OZ

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