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MV aktuell Gute Konjunktur: Unternehmen in MV werfen Job-Motor an
Nachrichten MV aktuell Gute Konjunktur: Unternehmen in MV werfen Job-Motor an
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02:32 25.05.2016

Der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern geht es so gut wie lange nicht mehr – und sie wirft den Job-Motor an. Das sind die Kernaussagen der Frühsommer-Konjunkturumfragen, die die Industrie- und Handelskammern Rostock, Schwerin und Neubrandenburg gestern vorstellten.

„Trotz Diskussionen um Brexit, Russlandkrise und Flüchtlinge ist die Stimmung richtig gut“, sagt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg. 90 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie für die kommenden zwölf Monate gleichbleibende oder bessere Geschäfte erwarten. „Die Lage ist sehr gut, die Geschäftserwartungen für die Zukunft sind noch einmal besser“, meint Marco Woldt, Volkswirt bei der IHK Schwerin. Auch im Kammerbezirk Rostock äußern sich die befragten Unternehmen zuversichtlicher als zu Jahresbeginn – in allen Branchen. Niedrige Zinsen und hohe Tarifabschlüsse kurbeln die Binnennachfrage an. Woldt: „Die Leute haben mehr Geld in der Tasche“. Bundesweit äußern sich die Unternehmen bei den IHK-Umfragen dagegen deutlich zurückhaltender.

In MV kann davon keine Rede sein: Die Firmen im Nordosten exportieren weniger und sind daher nicht so stark von der Abkühlung der Weltkonjunktur betroffen, so IHK-Volkswirt Woldt.

Viele Unternehmen an der Küste wollen sich in nächster Zeit vergrößern: Deutlich mehr Chefs als noch im Januar planen Einstellungen. Das zeigt sich auch in der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit: 13700 offene Stellen waren Ende April in MV gemeldet, 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

In vielen Berufen sei es schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sagt Sandy Zorn, Teamleiterin für Personalmarketing beim Medizintest-Hersteller Euroimmun in Dassow (Nordwestmecklenburg). Oft dauere es mehrere Monate, bis Stellen besetzt werden können. Euroimmun geht bei der Personalgewinnung neue Wege: Mitarbeiter werben mit Vorträgen in Schulen und Berufsschulen für Jobs und Ausbildung in Dassow, die Firma verteilte in Bäckereien kostenlose Kaffeebecher, um Bewerber anzusprechen.

„Der Fachkräftemangel ist bei allen Unternehmen angekommen“, meint Haasch von der IHK Neubrandenburg. Jede zweite Firma ist betroffen. Das Thema wird bei der Frage nach Problemen am häufigsten genannt. Erfahrene Fachkräfte aus technischen Berufen seien kaum noch zu finden, meint Susann Lange, Personalvermittlerin aus Rostock. Berufsanfänger mit kaufmännischer Ausbildung müssten dagegen länger suchen. Bundesweit will die Wirtschaft bis Jahresende 450000 neue Jobs schaffen, so der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, doppelt so viele wie im Januar geplant.

Gerald Kleine Wördemann

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