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MV aktuell Hanseyachts segelt aus Minus
Nachrichten MV aktuell Hanseyachts segelt aus Minus
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00:01 07.07.2016

Die börsennotierte Hanseyachts AG Greifswald wird das Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, mit einem Defizit abschließen. Vorstandschef Jens Gerhardt (49) rechnet mit einem Verlust von etwa 1,9 Millionen Euro (im Vorjahr 6,4). „Allerdings ist es uns gelungen, den Gewinn vor Steuern und Abschreibungen in einem Jahr von 0,5 auf rund fünf Millionen Euro zu erhöhen“, sagt er gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG.

Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Segelyachten ist wieder im Aufwind. Die Wirtschaftskrise, die Hanseyachts in schwieriges Fahrwasser führte, scheint überwunden. „2008 war mit 125 Millionen Euro unser umsatzstärkstes Jahr. Jetzt sind wir auf gutem Weg, den wohl zweitgrößten Umsatz in der Geschichte des Unternehmens zu machen. Den Niedrigstand werden wir damit fast verdoppeln“, sagt Gerhardt ohne konkrete Daten nennen zu wollen. Nur so viel: In jüngster Vergangenheit seien jedes Jahr etwa zehn Millionen Euro Zuwachs erzielt worden.

Die Erfolgszahlen betreffen auch die Beschäftigten: „Aktuell liegen wir bei 1300 Mitarbeitern, damit haben wir den Tiefststand mehr als verdoppelt“, berichtet der Vorstandschef. Als er Hanseyachts 2012 übernommen habe, hätten 750 Mitarbeiter zum Unternehmen gezählt. Durch Neustrukturierungen sei die Zahl noch einmal auf etwa 600 zurückgegangen, doch danach stetig gestiegen.

„Wir haben neue Produkte entwickelt“, sagt Jens Gerhardt. Im Bereich der Motorboote wachse das Unternehmen überproportional. Dennoch erziele Hanseyachts etwa 70 Prozent des Umsatzes noch immer mit Segelschiffen. Die Anzahl der produzierten Boote falle mit etwa 550 Stück pro Jahr geringer aus als früher. „Doch die Schiffe sind größer geworden. Das erklärt die Umsatzzahlen“, betont der Chef.

Die große Hanse 675 misst 21 Meter und wiegt 40 Tonnen. Kunden legten dafür 1,8 Millionen Euro inklusive Steuern hin. „Doch es gibt auch das Einsteigermodell, die Hanse 315, für 72000 Euro“, sagt der Chef. 85 Prozent der Schiffe gingen ins Ausland – in die USA, nach China, Japan, Australien.

P. Hase

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