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MV aktuell Hauen und Stechen bei der AfD im Norden
Nachrichten MV aktuell Hauen und Stechen bei der AfD im Norden
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00:05 28.05.2016
Umstritten: AfD- Frau Petra Federau aus Schwerin Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

. Die AfD, das bekennt Mecklenburg-Vorpommerns Landesparteisprecher Leif-Erik Holm, zieht ihre Stärke vor allem aus der Unzufriedenheit vieler Wähler. „Klar, wir sind auch eine Protestpartei“, sagt der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September. Doch Unzufriedenheit bekommt Holm derzeit auch in der eigenen Partei zu spüren. Weil es Streit um die Nominierung der Schwerinerin Petra Federau gibt, die ihre Tätigkeit für einen Escort-Service verschwieg, berief der Landesvorstand für heute einen Sonderparteitag ein. Heute kommt auch die Bremer AfD außerplanmäßig zusammen – um einen monatelangen Machtkampf zu beenden. Der Aufwind für die rechtspopulistische Partei hatte im Mai 2015 auch in der Hansestadt vier AfD-Mitglieder ins Parlament getragen. Drei wechselten in die Alfa-Partei von Bernd Lucke, gegen den vierten läuft ein Parteiausschlussverfahren.

Statt nach Bremen blickt Leif-Erik Holm lieber nach Sachsen-Anhalt. Dort hatte die AfD im März ihren bislang größten Erfolg gefeiert. Mit 24,3 Prozent der Wählerstimmen landete sie hinter der CDU auf Platz zwei. Holm will in MV mehr. „Ich denke, wir können uns berechtigte Hoffnungen machen, dass wir erstmals in einem Land zur stärksten Partei werden“, sagt er. Da kommt die neuerliche Personaldebatte in der Landes-AfD zur Unzeit. Statt die inhaltliche Vorbereitung auf die Landtagswahl voranzutreiben, muss sich die Partei auf dem Sonderparteitag in Binz mit der delikaten Personalie Petra Federau befassen. Die 46-Jährige wird dem stramm national-konservativen Flügel zugerechnet. Ein Ruf, den sie unter anderem mit abfälligen Bemerkungen über Ausländer im Internet begründete und mit aktuellen Facebook-Einträgen bestätigt. Öffentlich wurde auch, dass Federau für einen Escort-Service arbeitete, der junge Frauen auch in arabische Länder vermittelt haben soll. Weil Federau nicht freiwillig verzichten wolle, schlage der Vorstand dem Sonderparteitag deren Abwahl von Listenplatz drei vor, sagt Holm. Doch hat Federau auch Unterstützer, die sie auf ihrem Platz halten wollen. Zudem stellen einige der landesweit rund 420 Parteimitglieder die Liste generell infrage. Laut Holm lagen bis Donnerstag zwei Anträge zur völligen Neuwahl der Liste vor. Damit könnte schließlich das gesamte Personalgefüge der Landes-AfD ins Wanken gebracht werden.

OZ

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