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MV aktuell Haustiere unterm Tannenbaum
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06:05 06.12.2017
Kater Erni will umsorgt werden. Quelle: Bernhard Schmidtbauer
Rostock

Auf vielen Wunschzetteln stehen sie wieder ganz oben: Hund, Katze, Wellensittich & Co. würden sich Kinder gern vom Weihnachtsmann unter die Tanne legen lassen. Gegen eine Überraschung dieser Art spricht vor allem eins: Immer wieder stellen gerade beschenkte Kinder schon nach kurzer Zeit fest, dass ein Vierbeiner oder ein Vogel nicht nur Freude macht – sondern auch jede Menge Arbeit. Dazu kommt: Haben dann die Eltern keine Zeit oder keine Lust, Gassigehen, Saubermachen und Futtereinkauf zu übernehmen, landen die nun „lästigen“ tierischen Freunde oft im Tierheim.

Als Überraschung sind Hund, Katze & Co. eine schlechte Idee. Viel besser ist es, wenn der Beschenkte das Tier bereits ausführlich kennt.

Dabei gibt es eine gute Möglichkeit, um Bello, Mieze oder Hoppel als Weihnachtsgeschenk zu deklarieren. „Das Wichtigste ist, dass die ganze Familie das Tier will“, erklärt Kerstin Lenz, Landesvorsitzende des Deutschen Tierschutzbundes in MV sowie Vorsitzende des Tierschutzvereins Demmin (Mecklenburgische Seenplatte). Auf keinen Fall dürfe der Beschenkte überrascht werden – egal, ob zu Weihnachten oder an einem anderen Tag. „Den Hund, die Katze oder ein anderes Tier müssen sich Eltern und Kinder rechtzeitig und ausgiebig ansehen“, rät Kerstin Lenz. Mit einem Hund sollten sie mehrfach spazieren gehen, mit einer Katze oder einem Kaninchen spielen. Und: „Auch wenn das Tier ein Geschenk zu Weihnachten ist, sollte es trotzdem nicht dem Stress, der an den Festtagen in vielen Familien herrscht, ausgesetzt werden“, betont Kerstin Lenz.

Neuankömmlinge erst nach den stressigen Festtagen

Für den Neuankömmling wäre es besser, nach den Feiertagen in sein zukünftiges Zuhause geholt zu werden. Die Demminer Tierschützer haben ein Auge dafür: Wenn dies alles beachtet wird, dann steht dem Zusammenleben von Mensch und Tier nichts mehr im Wege. „Darum haben wir im Dezember auch keinen Vermittlungsstopp erlassen“, erklärt Kerstin Lenz.

Im Tierschutzverein Sadelkow – Gnadenhof Sonnenschein bei Neubrandenburg wird es genauso gehandhabt. „Wenn die neuen Halter Bescheid wissen, haben wir natürlich nichts dagegen“, sagt die Vorsitzende Ursula Fleßner. Wenn jemand aber am 23. Dezember komme und schnell eins der Tiere mitnehmen will, das gehe nicht. „Dies gilt aber an jedem Tag im Jahr, nicht nur zu Weihnachten“, sagt die Tierschützerin. Ein Vermittlungsstopp sei im Dezember nicht geplant. Zurzeit betreuen die Vereinsmitglieder unter anderem 20 Hunde und 32 Katzen. Eine gute Geschenk-Idee sei übrigens eine Patenschaft für ein Tier – oder auch für mehrere.

Alternative: Patenschaften für Tiere

Diese Möglichkeit bietet auch der Rostocker Tierschutzverein an. Ob Patenschaften oder Aufnahme von Katze, Hund und Vogel in die Familie: „In jedem Fall ist eine ausführliche Beratung über die Eigenheiten des gewünschten Tiers notwendig“, erklärt Norbert Schlösser, Leiter des vom Verein betriebenen Tierheims Schlage (Landkreis Rostock). Zurzeit würden hier etwa 150 Katzen und 40 Hunde betreut. Wer eins der Tiere aufnehmen wolle, für den sei es sehr wichtig, die Konsequenzen zu kennen. „So wird heute total unterschätzt, wie alt eine Katze oder ein Reptil werden können oder wie viel Geld ein Hund im Jahr kostet“, betont Norbert Schlösser.

Bernhard Schmidtbauer

Überall in Rostock wird früh am 6. Dezember in blank geputzte Stiefel geschaut. Denn in der Nacht legt der Nikolaus braven Kindern etwas Süßes in die Schuhe. In Rostock gibt es jedoch auch andere Geschichten und Traditionen rund um den Nikolaustag.

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