Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Havarie auf dem Weg zur Hanse Sail: Großsegler sitzt fest

Stralsund Havarie auf dem Weg zur Hanse Sail: Großsegler sitzt fest

Der britische Zweimaster „Eye of the Wind“ ist vor Hiddensee auf Grund gelaufen / Keine Verletzten / Taucher sollen Rumpf untersuchen

Voriger Artikel
Verfassungsrichter Wolfgang Joecks verstorben
Nächster Artikel
Kinder-Krebsklinik vor Aus: Uni braucht Hilfe aus Greifswald

Der Segler „Eye of the Wind“ in Stralsund.

Quelle: Frank Burchett

Stralsund. Auf dem Weg zur Hanse Sail am kommenden Wochenende in Rostock ist der britische Zweimaster „Eye of the Wind“ am Montagabend gegen 19.45 Uhr im Gellenstrom zwischen Hiddensee und den Darßer Gewässern (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Grund gelaufen. An Bord befanden sich 17 Personen. Bei der Havarie blieben alle unverletzt. Der Bergungseinsatz bei starkem Wind und hohem Wellengang dauerte insgesamt acht Stunden.

OZ-Bild

Der britische Zweimaster „Eye of the Wind“ ist vor Hiddensee auf Grund gelaufen / Keine Verletzten / Taucher sollen Rumpf untersuchen

Zur Bildergalerie

Der Großsegler konnte freigeschleppt werden, musste gestern jedoch noch im Stralsunder Hafen bleiben. Dort laufen die weiteren Untersuchungen der Spezialisten zur Unglücksursache. Geplant ist, dass Taucher zum Einsatz kommen, um den Rumpf zu begutachten. Danach wird entschieden, ob das Traditionsschiff Schäden davongetragen hat und seinen Weg zur Hansesail fortsetzen kann. Wie Michael Voss, Polizeihauptkommissar der Wasserschutzpolizei Stralsund, gestern informierte, haben zunächst drei Seenotrettungsboote – die „Hertha Jeep“ aus Stralsund, die „Nausikaa“ von der Insel Hiddensee und der Kreuzer „Theo Fischer“ aus Barhöft – versucht, den Großsegler aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die Versuche scheiterten jedoch.

Schließlich wurde nach Mitternacht der Schlepper „Delphin“ aus Stralsund geordert. Ihm gelang es, den Windjammer wieder in den Stralsunder Hafen zu ziehen. Gegen 4 Uhr dann konnte die „Eye of the Wind“ an der Ballastkiste festmachen.

Das Schiff hat einen Tiefgang von 2,70 Metern. Das Fahrwasser soll an der Unglücksstelle 3,70 Meter tief sein. Da die Nordansteuerung in dem Bereich jedoch immer wieder versandet, wurde auch das Wasser- und Schifffahrtsamt hinzugezogen, um die Havarie-Stelle zu sondieren. Im Bereich des Gellenstroms ist das Fahrwasser laut Wasserschutzpolizei sehr eng.

Am letzten Wochenende hatte der 40 Meter lange Windjammer am Stralsunder „Seglarträff“ teilgenommen. Die imposante Erscheinung erregt immer wieder Aufmerksamkeit. So war die „Eye of the Wind“ auch mehrmals an Filmsets großer Hollywood-Produktionen im Einsatz.

Namhafte Stars wie Schauspielerin Brooke Shields oder die beiden Oscar-Preisträger Tommy Lee Jones und Jeff Bridges hatten auf dem Schiff bereits das Steuer in der Hand.

1911 ist der Gaffelschoner in der Lühring Werft an der Unterweser vom Stapel gelaufen und wurde auf den Namen „Friedrich“ getauft. Im Jahr 1924 erfolgte der Verkauf nach Schweden. Der Frachter tat seinen Dienst in Nord- und Ostsee unter dem Namen „Merry“. Nach einem Feuer, das fast das gesamte Achterschiff vernichtete, wurde das Schiff 1973 in England zum Rahsegler umgebaut.

Marlies Walther

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Rio de Janeiro

Das hat es so bei einer Olympischen Eröffnungsfeier noch nicht gegeben. Ein hochnotpeinliches Pfeifkonzert wird für den ersten Mann im Staat zum Debakel: Ein Kontrast zur unbändigen Lebensfreude und grandiosen Musik dieser Stadt, die bei der Maracanã-Show verzaubert.

mehr
Mehr aus MV aktuell
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.