Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
MV aktuell Havarie auf dem Weg zur Hanse Sail: Großsegler sitzt fest
Nachrichten MV aktuell Havarie auf dem Weg zur Hanse Sail: Großsegler sitzt fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 10.08.2016
Der Segler „Eye of the Wind“ in Stralsund. Quelle: Frank Burchett

Auf dem Weg zur Hanse Sail am kommenden Wochenende in Rostock ist der britische Zweimaster „Eye of the Wind“ am Montagabend gegen 19.45 Uhr im Gellenstrom zwischen Hiddensee und den Darßer Gewässern (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Grund gelaufen. An Bord befanden sich 17 Personen. Bei der Havarie blieben alle unverletzt. Der Bergungseinsatz bei starkem Wind und hohem Wellengang dauerte insgesamt acht Stunden.

Zur Galerie
Der britische Zweimaster „Eye of the Wind“ ist vor Hiddensee auf Grund gelaufen / Keine Verletzten / Taucher sollen Rumpf untersuchen

Der Großsegler konnte freigeschleppt werden, musste gestern jedoch noch im Stralsunder Hafen bleiben. Dort laufen die weiteren Untersuchungen der Spezialisten zur Unglücksursache. Geplant ist, dass Taucher zum Einsatz kommen, um den Rumpf zu begutachten. Danach wird entschieden, ob das Traditionsschiff Schäden davongetragen hat und seinen Weg zur Hansesail fortsetzen kann. Wie Michael Voss, Polizeihauptkommissar der Wasserschutzpolizei Stralsund, gestern informierte, haben zunächst drei Seenotrettungsboote – die „Hertha Jeep“ aus Stralsund, die „Nausikaa“ von der Insel Hiddensee und der Kreuzer „Theo Fischer“ aus Barhöft – versucht, den Großsegler aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die Versuche scheiterten jedoch.

Schließlich wurde nach Mitternacht der Schlepper „Delphin“ aus Stralsund geordert. Ihm gelang es, den Windjammer wieder in den Stralsunder Hafen zu ziehen. Gegen 4 Uhr dann konnte die „Eye of the Wind“ an der Ballastkiste festmachen.

Das Schiff hat einen Tiefgang von 2,70 Metern. Das Fahrwasser soll an der Unglücksstelle 3,70 Meter tief sein. Da die Nordansteuerung in dem Bereich jedoch immer wieder versandet, wurde auch das Wasser- und Schifffahrtsamt hinzugezogen, um die Havarie-Stelle zu sondieren. Im Bereich des Gellenstroms ist das Fahrwasser laut Wasserschutzpolizei sehr eng.

Am letzten Wochenende hatte der 40 Meter lange Windjammer am Stralsunder „Seglarträff“ teilgenommen. Die imposante Erscheinung erregt immer wieder Aufmerksamkeit. So war die „Eye of the Wind“ auch mehrmals an Filmsets großer Hollywood-Produktionen im Einsatz.

Namhafte Stars wie Schauspielerin Brooke Shields oder die beiden Oscar-Preisträger Tommy Lee Jones und Jeff Bridges hatten auf dem Schiff bereits das Steuer in der Hand.

1911 ist der Gaffelschoner in der Lühring Werft an der Unterweser vom Stapel gelaufen und wurde auf den Namen „Friedrich“ getauft. Im Jahr 1924 erfolgte der Verkauf nach Schweden. Der Frachter tat seinen Dienst in Nord- und Ostsee unter dem Namen „Merry“. Nach einem Feuer, das fast das gesamte Achterschiff vernichtete, wurde das Schiff 1973 in England zum Rahsegler umgebaut.

Marlies Walther

17-Jähriger und Motorradfahrer gestorben / Trauerfeier für Opfer von Groß Kiesow

10.08.2016

Wenn morgen um 17 Uhr ein Hubschrauber über der Warnow schwebt, drei Taucher der Marine herausspringen und anschließend Ministerpräsident Erwin Sellering und Oberbürgermeister ...

10.08.2016

Morgen beginnt das größte maritime Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern / Vier Tage lang sind 180 Schiffe zu bestaunen / Riesige Vergnügungsmeile an Land

10.08.2016
Anzeige