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Heimspiel für Marteria

Rostock Heimspiel für Marteria

Rap in Rostock: Am 1. September gibt der beliebte Musiker aus der Hansestadt ein Konzert im Ostseestadion / Erwartet werden rund 32000 Fans

Rostock. Sein Herz schlägt für die Musik, für die Hansestadt und für den FC Hansa Rostock: Nun vereint der Rapper Marten Laciny alias Marteria seine drei Favoriten und erfüllt sich einen Lebenstraum: Am 1. September 2018 wird der Künstler, der aus dem Plattenbauviertel Lütten Klein stammt, ein Konzert im legendären Ostseestadion der Hansestadt geben – das kündigte er gestern an.

„Ich bin unfassbar aufgeregt, wenn ich an den Tag denke“, sagte Laciny. Das ist der größte Traum, den ich jemals hatte. Es wird das emotionale Highlight der ’Roswell-Tour’ und auch meines Lebens.“

Schon seit Jahren habe er mit dem Gedanken gespielt, „aber es war immer so utopisch, so weit weg“, sagt der Rapper.

Er wirkt bescheiden, fast verlegen, als er zum Mikrofon geht. „Für Euch bin ich nicht Marteria, sondern Marten“, hat er seinen Fans bei einem Konzert in Rostock zugerufen. Das nimmt man ihm ab. Auch wenn er in Clubs längst von Fans belagert wird, ist er der „Rostocker Jung“ geblieben, der in Warnemünde mit seinem Sohn auf dem Bolzplatz steht. „Alles, was ich bin, habe ich dieser Stadt zu verdanken“ , sagt er. Auch das Ostseestadion ist für ihn ein mit Erinnerungen behafteter „magischer Ort“. „Ich habe hier Fußball gespielt, seit ich sechs Jahre alt bin, stand mit meiner Mutter oft im B-Block und habe als Balljunge viele große Spiele miterlebt“, sagt er. Er war Kapitän in den Jugendmannschaften des FC Hansa, spielte später sogar für das U17-Nationalteam.

Mit seinem Konzert im Ostseestadion ist der Rapper eigenen Aussagen zufolge sogar der erste deutsche Solo-Hip-Hop-Musiker, der eine eigene Stadionshow spielt. „Verrückter, krasser und emotionaler geht es nicht“, sagt er. Auch wenn ihm bei dem Gedanken, das Stadion zu füllen, ein wenig mulmig werden könne. Aber: „Wir können stolz darauf sein, dass wir die Eier haben, es zu probieren“, betont er. Und: Die Vorzeichen stehen gut für Marteria. Seine Clubtour „Allein auf weiter Tour 2017“ war innerhalb von 60 Sekunden ausverkauft, auch für die beiden Konzerte in der Rostocker Stadthalle am 19. und 20. Dezember gibt es keine Karten mehr. „Ich glaube, in dieser Stadt gehört man zusammen, da lässt man mich nicht allein“, ist der Rapper überzeugt. Sein Konzertmotto „Alle oder keiner“

bezieht sich aber nicht nur auf die Hansestädter, sondern auch auf seine Fans generell.

Rund 31 500 Karten sind laut Veranstalter ab heute im Vorverkauf zu haben. Das Konzert in der Hansestadt im kommenden Jahr wird das einzige Solo-Open-Air des Rappers 2018 sein. „Alle anderen Sachen habe ich abgesagt. Für mehr als 30000 Leute braucht man schon die volle Konzentration“, so Laciny.

Das Begleitprogramm stehe noch nicht, „aber ich werde sicherlich ein paar Freunde anrufen und Marsi wird wahrscheinlich auch vorbeischauen“, so Laciny in Anspielung auf das Pseudonym Marsimoto, unter dem er ebenfalls auftritt. Auch Aktionen rund um den FC Hansa Rostock seien denkbar. Musikalisch werde das Programm von Stücken aus dem im Mai erschienenen vierten Studioalbum „Roswell“ geprägt sein, dazu gebe es bekannte Hymnen wie „Lila Wolken“, aber auch alte, sehr persönliche Songs und Lieder, die es noch gar nicht gibt, verrät der Rapper. „Ich bin kein Fan davon, so krass zu planen, das muss emotional entstehen“, sagt er. „Ich kann aber versprechen, dass das Konzert eins der emotionalsten Highlights neben dem Hansa-Aufstieg wird“, sagt er und lacht.

Und: Trotz des kommenden Spektakels bleibt er bescheiden. „Viele Jahre hat es niemanden interessiert, was ich mache. Irgendwann hat es dann boom gemacht, dafür bin ich sehr dankbar und ehrfürchtig und weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.“

Stefanie Büssing

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