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Heizkosten unten: Mieter in MV können Hunderte Euro sparen

Rostock Heizkosten unten: Mieter in MV können Hunderte Euro sparen

Studie: 2015 sind die Kosten für Wärme in MV teils stark gesunken / Bei Heizöl muss fast ein Fünftel weniger gezahlt werden / Mieterbund rät, Kostenabrechnung prüfen zu lassen

Rostock. Da wird einem so richtig warm ums Herz: 2015 sind die Heizkosten in Mecklenburg-Vorpommern teils stark gesunken. Das Heizen mit Heizöl ist um fast ein Fünftel günstiger geworden. Bei Häusern mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung dagegen gab es kaum Veränderungen. Das belegt der Heizspiegel für Deutschland 2016 des Deutschen Mieterbundes und der gemeinnützigen co2online GmbH. Im günstigsten Fall können Verbraucher mit Einsparungen von mehreren Hundert Euro rechnen.

Heizspiegel 2016

Verbraucher können den Heizspiegel- Flyer mit neuen Vergleichswerten kostenlos auf www.heizspiegel.de und www.mieterbund.de herunterladen. Auch ist er bundesweit bei vielen Mietervereinen und Bürgerämtern erhältlich. Mehr Informationen zum Heiz- Check der Verbraucherzentrale gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

Und: Millionen Verbraucher dürfen sich auch im laufenden Jahr darauf einstellen, dass die Preise für Erdgas, Fernwärme und Heizöl weiter teils deutlich zurückgehen werden. Der Landesverband des Deutschen Mieterbundes und die Verbraucherzentrale MV raten jetzt Mietern, ihren Verbrauch beim Heizen zu prüfen und Sparmöglichkeiten zu nutzen.

Viele Vermieter in Deutschland verschicken in diesen Tagen die Heizkostenabrechnung für 2015. „Die Mieter sollten ihre Rechnung mit den Daten des Heizspiegels abgleichen“, rät Kai-Uwe Glause, Geschäftsführer des Landesverbandes MV im Deutschen Mieterbund. Der Heizspiegel sei ein guter Anlass, die Heizkostenabrechnung von einem Fachmann kontrollieren zu lassen, etwa Rechtsberater von Mietervereinen. „Manchmal können dabei ,Mondpreise’ nachgewiesen werden“, erklärt Glause. Welcher Mieter wie viel einsparen könne, müsse in jedem Einzelfall geklärt werden.

Laut Heizkostenspiegel zahlten die Bewohner einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizölheizung 2015 im Schnitt 755 Euro und damit 175 Euro weniger als 2014. Wer mit Erdgas heizte, zahlte unverändert 830 Euro. Bei Fernwärme wurden im Schnitt 965 Euro fällig – hier sind die Tarife jedoch regional sehr unterschiedlich. Dabei können die Kosten in vielen Fällen sogar noch deutlich stärker gesenkt werden. „Viele Heizungsanlagen halten bei der Effizienz nicht, was sie versprechen“, sagt Jost Hamacher, Experte für Energieberatung der Verbraucherzentrale MV. Ein Heiz- Check decke diese Schwachstellen auf. Durch diese können bei einem Einfamilienhaus Mehrkosten von bis zu 150 Euro im Jahr entstehen.

Auch 2016 wird Heizen für viele Mieter in Deutschland deutlich günstiger. Vor allem bei Besitzern von Ölheizungen können die Rechnungen niedriger ausfallen, wie aus einer Prognose von Mieterbund und co2online GmbH hervorgeht. „Wir gehen davon aus, dass die Heizkosten auch im Abrechnungsjahr 2016 sinken werden. Bei Erdgas und Fernwärme könnten es fünf Prozent sein, bei Heizöl sogar zehn Prozent“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. „Das liegt daran, dass das Wetter in den ersten neun Monaten 2016 etwas wärmer war als 2015 – und dass die Energiepreise in diesem Zeitraum gesunken sind.“ Seite 4

Bernhard Schmidtbauer

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