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„Helm auf“ findet nur wenig Anklang

Rostock „Helm auf“ findet nur wenig Anklang

Versicherer: Nur elf Prozent der Fahrradfahrer tragen einen Schutzhelm.

Rostock. Fahrradfahrer mit Helm sind noch selten auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen zu finden. Zwar legen fast alle Eltern höchsten Wert darauf, dass die Köpfe des Nachwuchses geschützt sind. Selbst sind sie aber selten so diszipliniert. Dabei gibt es für das Tragen von Helmen gute Gründe, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. „Der ganz normale Radhelm entfaltet bis zu 25 Kilometern pro Stunde eine gute Schutzwirkung.“ Außer Sportlern fährt aber kaum jemand dauerhaft so schnell. Zwar betreffen 75 Prozent aller Radunfälle nicht den Kopf. „Aber fast alle tödlichen oder schwersten Unfälle sind mit Schädelverletzungen verbunden“, betont Brockmann.

Genaue Zahlen zur Helmtrage-Quote gibt es nicht, die Versicherer gehen derzeit von rund elf Prozent aus. Viel zu wenig, findet der Chef der Neurochirurgie an der Rostocker Uni-K linik, Jürgen Piek. „Das Tragen eines Helm ist dringend anzuraten.“ Kopfverletzungen könnten um ein Drittel, schwere Schädelverletzungen sogar um zwei Drittel reduziert werden. Er und sein Team sind mehrmals in der Woche mit diesen Verletzungen konfrontiert. Dabei gehe es ihm nicht nur um die tödlichen Unfälle. „Lähmungen oder Sprachstörungen können das ganze Leben der Menschen massiv beeinflussen“, betont der Mediziner, der sich für eine Helmpflicht ausspricht.

 



OZ

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