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MV aktuell „Hightech-Blitzer: So ein Schwachsinn!“
Nachrichten MV aktuell „Hightech-Blitzer: So ein Schwachsinn!“
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06:26 01.09.2016
Die neueste Generation Blitzer: Der Enforcement-Trailer kostet rund 150000 Euro – Anhänger und Transport inklusive. Quelle: Vitronic

Rostock. Alles im Blick: Mit der neuen Generation der Super-Blitzer sollen Raser künftig ausgebremst werden. Städte und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern rüsten dazu ihre Geräte auf.

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Pro und kontra: OZ-Leser diskutieren über den Sinn, Raser mit neuester Technik auszubremsen

Der sogenannte Enforcement-Trailer (übersetzt: Vollstreckungsanhänger) verfügt über hochintelligente Technik. Er kann die Geschwindigkeit aller Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfassen. Die gepanzerte Hülle und ein Alarmsystem schützen das mobile Messsystem vor Vandalismus. Drahtlos werden sämtliche Daten an die Zentrale übertragen. Unsere Leser diskutieren auf der OZ-Facebook-Seite.

„Die Quote derer, die nach dem Blitzen beziehungsweise davor gegen einen Blitzer fahren, ist auch sehr hoch! Was für ein Schwachsinn“, schreibt Heiko Dettmann. „Pure Geldverbrennung, welche im Übrigen momentan aber auch nicht weiter auffällt.“ OZ-Leser Erik Kirschbaum folgt der Argumentation: „Und ich dachte, ich wäre der einzige Autofahrer, der immer mächtig Zorn verspürt, wenn er geblitzt wird. So ein Schwachsinn – diese Anschaffung.“ Mit Susann Piehl steigt die Anzahl der Blitzer-Gegner: „Für solche Dinge gibt man Geld aus? Die Kommunen sollten lieber die entsprechenden Beträge für Spielplätze in ihren Haushalt einstellen und Kontrollen durchführen, ob auch jeder Hundebesitzer den Kot seines Vierbeiners entfernt. Beziehungsweise sollten Ordnungshüter darüber wachen, wer überhaupt Hunde führen darf.“ Detlev Göllner indes kann die ganze Aufregung nicht nachvollziehen. „Wenn sich alle an die Spielregeln halten würden, könnte die Stadt doch so viele Blitzer aufstellen wie sie will. Hier von Abzocke zu reden, ist nicht nur dumm, sondern offenbart den eifrigen Raser“, ist Göllner überzeugt.

Für Robert Autrum ergibt die neue Technik durchaus Sinn. „Das Teil hat seine Berechtigung. Ich kenne viele notorische Raser – und überdies auch Scharfschützen –, die mit einem Großkaliber auf Radarfallen schießen.“

Wenig überzeugt von den Worten ihres Vorredners hinterlässt Chrissy Wittmann ihren Eintrag: „Schöne teure Technik. Dann kann man sich ja jetzt langsam mal den Schleichern widmen.

Die sind doch der Ursprung allen Übels.“ Daraufhin kann Luna Sans nur irritiert den Kopf schütteln. „Aha. Und warum?“ Auch Jana Walas fehlt es an Verständnis. „Der Ursprung allen Übels? Was ist das denn für eine unsinnige These? Wie ein Leser zuvor schon sinngemäß richtig sagte: Wenn sich alle entsprechend an die Geschwindigkeit halten würden, dann würde es auch viel weniger Stress geben.“ Zur Erklärung: „Wenn jemand“, antwortet unsere Leserin Chrissy Wittmann, „bei erlaubten 100 Kilometern pro Stunde mit 60 oder gar 30 über die Straßen zuckelt und nicht merkt, dass er eine riesige Kolonne verursacht, ist er dafür verantwortlich, wenn ich bei freier Bahn überhole. In dem Fall werde ich genötigt, schneller zu fahren.“

Entschlossen entgegnet Facebook-Nutzerin Fabienne Wichert: „Raser, die wahre Gefahr für Deutschland. Trotzdem rechtfertigt das nicht die hohen Kosten in der Anschaffung. Und davon, wie das Landschaftsbild dann aussieht, mal ganz abgesehen.“ Eine Bereicherung seien sie jedenfalls nicht – weder die Raser noch die Blitzer, findet auch Sven Müller.

Und Christian Eickmann stutzt: „Dabei kommt der 1. April doch erst noch.“

Blitzer der Superlative

5 Tage lang ununterbrochen blitzen: Die Hochleistungs-Batterie in dem neuen Messsystem macht es möglich. Ein integriertes Modem im als Anhänger getarnten Gerät überträgt sämtliche Daten über ein verschlüsseltes Signal direkt an die zuständigen Behörden. Schwer zugängliche Gebiete wie Autobahnbaustellen oder enge Kurven sind somit künftig kein Problem mehr. Der Anhänger-Blitzer kann aber noch mehr: So ist die neue Blitzer-Methode in der Lage, zeitlich gebundene Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Durchfahrverbote sowie verschiedene Fahrzeugklassen zu berücksichtigen.

Lichtspiele über Usedomer Achterwasser

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