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MV aktuell Hoch lebe die Sprotte
Nachrichten MV aktuell Hoch lebe die Sprotte
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00:20 04.05.2018

Kürzlich hatte ich Ärger mit der Polizei. Wegen meines schlechten Gewissens nach einer Autofahrt. Die Windschutzscheibe war schwarz vor toter Mücken. Aus Achtung vor der Kreatur habe ich ein dickes Kreuz als Mahnmal in den Mückenfriedhof geritzt. Fanden die Bullen . . . Nee, darf man jetzt auch wieder nicht schreiben wegen Tier- und Polizistenschutz. Fanden die Ordnungshüter doof.

Anders ging es mir im Garten. Als ich mit dem Spaten einen Regenwurm zerteilte, bekam ich Vatergefühle. Der hatte sich ja gerade mit meiner Hilfe vermehrt.

Nun zur Sprotte. Wer den Schaden hat, muss bekanntlich für die Sprotte sorgen. Die Stuttgarter Tierrechtsorganisa-

tion Peta hat den Bürgermeister von Neetzow-Lipen bei Anklam aufgefordert, ein Mahnmal zum Gedenken an die toten Fische aufzustellen, weil in seiner Gemeinde ein mit Sprotten beladener Lkw verunglückt war. Inschrift: „Zum Gedenken an Hunderttausende Fische, die täglich qualvoll sterben. Bitte streichen Sie Fische und andere Tiere vom Speiseplan.” Gehen wir mal davon aus, dass die Sprotten schon tot gewesen sind, wäre das Mahnmal ja Blödsinn. Und gehen wir mal aus, dass Bürgermeister Gladow den Stuttgarter Spinnern, nein sorry, nix gegen Spinnen, also den Tierschützern mit Mundart mitgeteilt hat, dass er Wichtigeres zu tun hat.

Liebe Petas, was sollen wir denn essen? Heu, Gras, Möhren, Rinde, Regenwürmer? Wir können doch den Tieren nicht ihr Futter wegessen, die verhungern doch, ihr süßen Sprotten und Käfer.

mym

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