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MV aktuell Hohe Pacht, geringer Erlös: Schäfer in Existenznot
Nachrichten MV aktuell Hohe Pacht, geringer Erlös: Schäfer in Existenznot
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03:53 26.08.2013

Riko Nöller, Schäfermeister aus Lohmen, hat sich erneut den Titel des Landeshütemeisters gesichert. Beim Wettbewerb am Samstag in Lohmen (Kreis Rostock) erzielte der 45-Jährige die meisten Punkte. Doch so richtige Freude will darüber nicht aufkommen.

Die noch etwa 60 Berufsschäfer im Land wirtschaften seit Jahren am Rande des Existenzminimums. Wenig eigene Flächen, immer teurer werdende Pachten, dazu vergleichsweise geringe Erlöse für das Lammfleisch veranlassen immer mehr Schäfer, ihren Job aufzugeben. „In der Folge ist auch die Zahl der Mutterschafe ständig gesunken. Derzeit werden landesweit nur noch 60 000 gehalten. Vor zehn Jahren waren es fast doppelt so viele“, rechnet Landeszuchtleiter Sven Grumbach vor. Bereits heute fehlen Herden, um Aufgaben in der Landschaftspflege zu erfüllen. Weil in Naturschutzgebieten und auf immer mehr Grünlandflächen kaum Technikeinsatz möglich ist, kommen dort zur Bewuchsregulierung Schafe zum Einsatz. „Die Landesregierung lobt sich für ihre Erfolge im Tourismus, verweist auf die herrliche Landschaft, hat aber für deren Pflege durch die Schäfer kaum einen Cent übrig“, beklagt Grumbach. Nach Vorstellungen das Landesschafzuchtverbandes sollten die Schäfer für jedes gehaltene Tier einen jährlichen Zuschuss von 20 Euro erhalten. So könnten Kosten gedeckt werden, die unter anderem beim Umtreiben der Herden in schwer zugängliche Weidegebiete entstehen.

OZ

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