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Holter als Minister in Thüringen im Gespräch

Schwerin/Erfurt Holter als Minister in Thüringen im Gespräch

Zeitung: Nachfolger für amtierende Bildungsministerin gesucht / Regierung dementiert – Holter nicht

Schwerin/Erfurt. Thüringen ruft Helmut Holter: Der frühere Landtags-Fraktionschef der Linken in MV wird im Freistaat Mitglied einer Kommission, die Schulstrukturen auf den Prüfstand stellen soll. Die Wahl des 63-jährigen Schweriners nährt in Thüringen Spekulationen, wonach Holter sogar Bildungsminister unter Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) werden könnte. Dieses Gerücht gibt es dort nicht zum ersten Mal.

„Geht Klaubert, kommt Holter?“ – so fragt die Thüringische Landeszeitung in ihrer gestrigen Ausgabe. Die amtierende Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) sei seit langem erkrankt; wiederholt sei jetzt der Name Holters als möglicher Nachfolger gefallen.

Offiziell dementiert die thüringische Regierung. „Der Medienbericht entbehrt jeglicher Grundlage“, so Sprecher Günter Kolodziej. Er bestätigt aber: Holter sei als Mitglied einer Bildungskommission berufen worden, in der Vertreter aus verschiedenen Bundesländern Schulstrukturen analysieren sollen. Beim Thema Gebietsreform habe der Mann aus MV „Erfahrung“. In dieser Woche solle die Kommission zum ersten Mal tagen.

Helmut Holter bestätigte Minister-Ambitionen gestern nicht, wies sie aber auch nicht zurück. „Zu Personalangelegenheiten in anderen Bundesländern äußere ich mich grundsätzlich nicht.“ Er sei gern der Bitte des thüringischen Ministerpräsidenten Ramelow nachgekommen, „in die dortige Kommission ,Zukunft Schule’ unsere Erfahrungen mit der Kreisgebietsreform und der demographischen Entwicklung einzubringen. Dass er gern noch einmal Minister wäre, daraus hat Holter nie ein Hehl gemacht. In der rot-roten Landesregierung von 1998 bis 2006 war er Arbeitsminister. Vor der Landtagswahl im Vorjahr empfahl er sich als kommender Wirtschaftsminister in einer Regierung mit der SPD. Dazu kam es nicht. Die Linke ging unter Spitzenkandidat Holter mit 13,2 Prozent der Stimmen sang- und klanglos unter. Kurz darauf entmachtete die eigene Fraktion den 63-Jährigen; er ist jetzt einfaches Mitglied, verantwortlich für Wirtschaftspolitik. Insider munkeln, dass Holter gern noch einmal die große Bühne betreten würde, allerdings wohl nicht als Bildungsminister. Und doch ist genau dies Flurgespräch in Erfurt, aktuell und vor etwa drei Wochen. Ein Grund dafür sei wohl die langwierige Erkrankung von Thüringens Ministerin Klaubert. „Sie ist jetzt aus dem Krankenhaus raus“, so Regierungssprecher Kolodziej. fp

OZ

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Dieses Foto mit Eisstrukturen am Kooser See – aufgenommen im Januar 2017 – schickte uns OZ-Leser Wolfgang Schielke. Eingefügt hat er ein Gedicht von Ernst Moritz Arndt (1769-1860). „Von mir ein stiller Gruß an den verehrten Namenspatron meiner früheren Universität“, schreibt Schielke, der von 1974 bis 1979 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald studiert hat.

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