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Hospiz in Stralsund: Helfer engagieren sich

Stralsund Hospiz in Stralsund: Helfer engagieren sich

Ein neues Haus ist 2017 geplant

Stralsund. Für Yvonne Genzen steht fest: „Die Eröffnung des stationären Hospizes ,Gezeiten’ im April in Stralsund ist der Höhepunkt unserer Arbeit.“ Immerhin hat der Stralsunder Hospizverein, dessen Vorsitzende sie ist, seit 2007 dafür gekämpft, eine solche Einrichtung am Sund zu etablieren.

Die Vereinsvorsitzende sieht darin nicht nur den Lohn der Arbeit, sondern eine neue Qualität für die Sterbebegleitung am Sund: „Unser Haus ,Gezeiten’ ist Anlaufpunkt für alle geworden, die ehrenamtlich mit dem Thema zu tun haben.“ In ihrem Verein sind das derzeit 18 ambulante Helfer. Vor allem jene, die im September die Ausbildung beendet haben, könnten erste Schritte in der Begleitung Sterbenskranker im Hospiz absolvieren. „Das stärkt die Motivation der Begleiter. Man steht dem Lebensende nicht alleine gegenüber, weiß Fachkräfte im Hintergrund.“

Martina Steinfurth, Leiterin des Caritas-Regionalzentrums Stralsund, sieht die gute Zusammenarbeit zwischen dem 35 Helfer starken ambulanten Caritas-Hospizdienst und dem Hospizverein gestärkt. Nicht nur weil seit April sechs Hospiz-Gäste durch Ehrenamtler der Caritas begleitet wurden. Angelika Kiewitt hat selbst als Helferin der Caritas einen Gast im Haus „Gezeiten“ begleitet.

Für die Christin ein Zeichen der Nächstenliebe. „Im stationären Hospiz ist man stärker mit dem Tod konfrontiert“, sagt sie. „Das macht bewusst, dass er zum Leben gehört.“ Aus ihrer Sicht nimmt dieses Bewusstsein dem Sterben einiges von seinem Schrecken. Und die 63-Jährige verweist auf die Deklaration der Menschenrechte – darin dieser Satz: „Ich habe das Recht, von fürsorglichen, empfindsamen und klugen Menschen umringt zu sein.“ Die Einrichtung unter dem Dach der Stralsunder Wohlfahrtseinrichtungen trägt seit April über Glaubensfragen und Überzeugungen hinweg dazu bei, jenen den Rücken zu stärken, die ihren Mitmenschen am Ende des Lebens helfen wollen. Der für 2017 geplante Neubau eines separaten Hospizhauses kann dem Ganzen zu neuen Impulsen verhelfen. Jörg Mattern

OZ

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