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Hospizdienste werden besser gefördert

Schwerin Hospizdienste werden besser gefördert

. Unheilbar kranken Menschen eröffnet das neue Hospiz- und Palliativgesetz in Deutschland bessere Möglichkeiten, die letzten Lebenstage zu Hause zu verbringen.

Schwerin. . Unheilbar kranken Menschen eröffnet das neue Hospiz- und Palliativgesetz in Deutschland bessere Möglichkeiten, die letzten Lebenstage zu Hause zu verbringen. „Das ist meist der größte Wunsch von Sterbenskranken“, sagt Jörg Fiedler vom Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin in Mecklenburg-Vorpommern. Der Wunsch kann oft nur erfüllt werden, wenn Mitarbeiter eines ambulanten Hospizdienstes und Pflegekräfte der ambulanten Palliativversorgung zur Beherrschung von Schmerzen zu Sterbenskranken nach Hause kommen.

Das Gesetz vom Dezember 2015 regelt Fiedler zufolge vor allem die bessere Förderung der Sachkosten von ambulanten Hospizdiensten. Fahrtkosten und Aufwendungen für Miete und Verwaltung sowie der Einsatz ambulanter Hospizdienste in Krankenhäusern werden nun durch die Krankenkassen gefördert.

„Für uns ist es ganz wichtig, dass wir die Begleitung auf Palliativstationen von Krankenhäusern jetzt auch honoriert bekommen“, sagt die Koordinatorin beim ökumenischen Hospizdienst Christophorus Güstrow-Teterow, Sabine Büssow. Die Arbeit werde von Ehrenamtlichen gemacht, fast ausschließlich Frauen. Manchmal haben sie bisher die Kosten für die Fahrten selbst getragen, um den Hospizdienst nicht zu belasten.

Beim Hospizdienst Christophorus leiten drei angestellte Koordinatorinnen 40 bis 50 Mitarbeiterinnen im Landkreis Rostock an. Sie machen zudem die Erstbesuche bei Patienten und deren Angehörigen. Beim zweiten Besuch sei die künftige Hospizhelferin dabei, berichtet Büssow.

Die Landesarbeitsgemeinschaft als Zusammenschluss von ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen, Palliativstationen und Trägern von Hospizeinrichtungen fordert den weiteren Ausbau der ambulanten Sterbebegleitung. „Hospize haben wir — gemessen an der Einwohnerzahl — im Vergleich zu Hamburg schon viele“, sagt Fiedler, räumt aber ein, dass es regional sicher noch Bedarf gebe. Was im Land fehle, sei eine Bedarfsanalyse. „Wir wünschen uns einen landesweiten Hospizplan“, sagt er. Birgit Sander

OZ

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