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Hühnerhalter in MV muss seine Tiere keulen

Neubrandenburg/Schwerin Hühnerhalter in MV muss seine Tiere keulen

Verdacht auf H5N8-Virus bei Geflügelzüchter in Vorpommern-Greifswald / Ab Montag gilt für alle Stallpflicht

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Eingesperrte Hühner schauen durch das Gitter ihres Stalls. Am Montag gilt in MV für Nutzgeflügel Stallpflicht.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Neubrandenburg/Schwerin. Nachdem bereits in Schleswig-Holstein die Vogelgrippe auf Nutztiere übergesprungen ist, könnte es nun auch eine private Hühnerhaltung mit 58

Tieren in Mesekenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald) getroffen haben. Das Agrarministerium teilte gestern mit, dass alle Hühner vorsorglich getötet worden seien. Der Betrieb liegt nahe der Insel Riems. Dort wurde zuvor die erste mit dem H5N8-Virus infizierte Wildente gefunden.

Der Geflügelwirtschaftsverband Mecklenburg-Vorpommern hat nach dem Ausbruch der Vogelgrippe bei Wildenten an die Geflügelhalter appelliert, den Seuchenschutz penibel umzusetzen. „Der Personenverkehr sollte auf das absolut notwendige Maß beschränkt bleiben“, erklärte Verbandsgeschäftsführerin Silvia Ey gestern in Neubrandenburg. Damit soll verhindert werden, dass etwa über Kot an Schuhen das hochansteckende H5N8-Virus in Zucht- und Mastanlagen eingeschleppt wird.

Der Erreger hat offenbar eine Vielzahl von Zugvögeln befallen, die derzeit unter anderem in Norddeutschland Rast machen. Auf den kleinen Ostsee-Inseln Oie und Ruden sowie auf dem Riems bei Greifswald waren mehr als 100 Kadaver gefunden worden, vor allem Wildenten und Möwen. Bis Donnerstagabend war bei 13 toten Tieren in Mecklenburg-Vorpommern eine H5N8-Infektion nachgewiesen worden. Das Virus ist nach Angaben von Experten für Menschen ungefährlich. Wegen der akuten Ansteckungsgefahr für Nutzgeflügel gilt von Montag an in ganz MV Stallpflicht für Geflügel. „Die kurzfristig umzusetzende Maßgabe stellt allerdings viele Halter vor große Herausforderungen“, sagte Verbandsgeschäftsführerin Ey. Für viele Betriebe, die ihre Freilandhaltung ausgebaut haben, sei es nun schwer, rasch überdachte Halteplätze zu schaffen.

Kritisch sei die Situation auch für die Halter von Wassergeflügel, die in den Wochen vor Weihnachten Hauptsaison hätten und ihre Bestände bedroht sähen.

Schätzungen zufolge werden in Agrar- und gewerblichen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern rund 12 Millionen Legehennen, Masthähnchen, Puten, Enten und Gänse gehalten. Hinzu kommen vier bis fünf Millionen Tiere in kleineren individuellen Haltungen.

Geflügelhalter können sich bei Fragen an Experten des Agrarministeriums unter ☎ 0385 / 5886066 wenden.

OZ

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