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MV aktuell Hund grundlos erschossen: 1800 Euro Geldstrafe
Nachrichten MV aktuell Hund grundlos erschossen: 1800 Euro Geldstrafe
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00:01 06.04.2016

. Das Amtsgericht in Waren an der Müritz hat einen Jäger, der einen streunenden Hund getötet hat, wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe verurteilt. „Das Tier ist ohne vernünftigen Grund getötet worden“, sagte Richter Manfred Thiemontz gestern in der Urteilsbegründung. Zudem habe der Angeklagte nicht die nötige Berechtigung gehabt, wildernde Tiere zu töten. Der Mann soll 1800 Euro (30 Tagessätze zu je 60 Euro) zahlen und drei Monate nicht jagen dürfen.

Der 60-jährige Jäger hatte zugegeben, den Bärenhund im Juni 2015 in seinem Revier bei Alt Schloen östlich von Waren erschossen zu haben. Das etwa 60 Kilogramm schwere Tier habe mit einem anderen Hund  gewildert, erklärte er. So soll der getötete Hund etwa hinter Hasen hergelaufen sein. Beide Tiere sollen von einem etwa 500 Meter entfernten Urlauberhof stammen. Dessen Besitzer hatte den erschossenen Hund später gefunden und den Jäger angezeigt. Das Gericht schenkte der Darstellung des Jägers wenig Glauben: „Es lag keine Situation vor, die einen Abschuss gerechtfertigt hätte“, sagte Thiemontz. Wild sei nicht mehr gefährdet gewesen.

Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend der Staatsanwältin, die eine etwas höhere Geldstrafe gefordert hatte. Der Verteidiger hatte Freispruch verlangt.

OZ

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