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IS-Flagge löst Debatte über Religion aus

IS-Flagge löst Debatte über Religion aus

OZ-Leser uneins: Die einen äußern Kritik an der Politik / Andere sind unbesorgt nach Fahnen-Fund in Prerow

Schwerin/Prerow. Wachsende Terror-Gefahr auch in MV? Offenbar sind Anhänger des Islamischen Staates (IS) im Nordosten untergetaucht. Nach OZ-Informationen haben Sicherheitsbehörden radikalisierte Rückkehrer, unter anderem aus Syrien, im Visier. „Die abstrakte Gefahr durch Terroristen gibt es auch hier“, sagt Innenminister Lorenz Caffier (CDU).

Seit bei einer zufälligen Zollkontrolle am vergangenen Dienstag in einer Restaurantküche in Prerow (Landkreis Vorpommern-Rügen) eine IS-Fahne gefunden wurde, befindet sich die Polizei in Alarmbereitschaft. Die Papierflagge sei etwa zehn mal zehn Zentimeter groß gewesen und habe das Symbol der Terrororganisation gezeigt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auf Facebook teilen OZ-Leser ihre Gedanken mit: „Eine einzige Fahne macht doch noch nichts“, ist Janine Gold überzeugt. „Wir haben schon seit DDR-Zeiten Menschen aus Algerien und Syrien im Land. Ein freundliches Hallo an die aktuellen Meckerer.“ Für unseren Leser Stefan Murx ist der Fund kein Grund zur Besorgnis. „Endlich wieder ein Anlass, der Unvernunft freien Lauf zu lassen und pauschal alle Muslime oder eben Flüchtlinge als gefährlich zu deklarieren und von Weltuntergang zu schwadronieren. Die Spießbürger-Novelle geht weiter!“

Aufgeschreckt von der Nachricht fragt sich indes der in Born auf dem Darß lebende Wolfgang Wewetzer : „Wie sicher sind die anstehenden Veranstaltungen auf dem Darß jetzt noch?“

OZ-Facebook-Nutzer André Schniegler unterstützt das Vorgehen: „Gut, dass man sie beobachtet. Hoffentlich nicht so lange, bis sie andere Menschen mit in den Tod sprengen.“

Unerwartet komme das nicht, meint OZ-Abonnentin Conny Fargo : „Was für eine Überraschung.“ Auch Markus Meier übt Kritik: Sicherheitspolitisch habe die Europäische Union und speziell die deutsche Politik versagt, moniert Meier. Die Bevölkerung werde mit steigender Kriminalität alleingelassen. „Der erste Anschlag auf deutschem Boden ist dank Bundeskanzlerin Angela Merkel nur noch eine Frage der Zeit.“ Zweifel daran, dass die Polizei für eventuelle Einsätze gewappnet ist, hegt Leserin Linda Bölke . „Die werden noch ihr blaues Wunder erleben.“ Unsere Leserin ist darüber besorgt, dass sich nach Angaben aus dem Innenministerium mehr als 500000 Illegale in Deutschland aufhalten. „Da kann man vermuten, dass es inoffiziell noch viel mehr sind. Und da die kaum Chancen haben zu arbeiten, werden sie wohl kriminell werden müssen, um hier überleben zu können“, glaubt unsere Leserin. „Werden sie wohl kriminell werden müssen. Ich habe diese Art von Kommentar schon so oft gelesen“, reagiert Christoph Müller . „Das Gesagte ist diffamierend und pauschalisierend. Außerdem kommt es auch so rüber, als ob alle Flüchtlinge Terroristen wären.“

Max Schneider konstatiert: „Ich glaube, dass wir gute Fortschritte gemacht haben, bis die Welle des Islam über uns schwappte. Zudem denke ich, dass andere gesellschaftliche Gruppen die Integration leichter nehmen als die Muslime, etwa hinsichtlich Freundschaften, Ehen zwischen den Konfessionen und vielem mehr. Ich würde heute sagen, wir können alle Religionen integrieren, außer den Islam.“

Von Juliane Lange

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