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MV aktuell „Ich wollte schon immer gern Pirat sein“
Nachrichten MV aktuell „Ich wollte schon immer gern Pirat sein“
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00:00 18.03.2013
Ralswiek

Mit der Titelrolle bei den Störtebeker Festspielen in Ralswiek auf Rügen geht für Schauspieler Bastian Semm (33) ein Kindheitstraum in Erfüllung: „Wer möchte denn nicht gerne Pirat sein?“. Vom 22. Juni bis 7. September wird er in dem Stück „Beginn einer Legende“ zeigen, wie aus Klaus Störtebeker der berühmte Freibeuter wurde. Für fünf Jahre hat Semm das Engagement übernommen.

„Das Interessante an der Figur des Störtebeker ist, dass sie historisch zwar verankert ist, aber dass ihre Geschichte fast gar nicht belegt ist“, sagte der 33-Jährige. Es gäbe zwar ein paar Daten, die im Raum stehen, aber selbst beim Vornamen seien sich die Historiker nicht ganz sicher. Deshalb biete die Geschichte viel Stoff zur Legende. „Man könnte Störtebeker ja auch berechtigterweise als den deutschen Robin Hood bezeichnen, weil Themen behandelt werden wie Freiheit, Gerechtigkeit und Moral“, hob der gebürtige Bochumer hervor.

Semm bringt bereits einiges mit, was man als echter Pirat braucht. In seinem vier Jahre dauernden Studium an der Schauspielschule in Leipzig — eine der „kampferprobtesten“ Schauspielschulen, wie der Schauspieler augenzwinkernd berichtet — hat Semm zweimal in der Woche Fechtunterricht bekommen. Die Kenntnisse konnte er bei mehreren Engagements wieder auffrischen und intensivieren, etwa als „Hamlet“ 2011 oder 2012 als Titelheld in „Romeo und Julia“.

Auch das Reiten liegt Semm im Blut. „Ich bin auf einem Reiterhof groß geworden. Bei mir über der Wiege hingen sogar Sporen“, erzählte der künftige Störtebeker. Er habe auch ein eigenes Pferd besessen. „Ich freue mich einfach, dass ich dieses Stück Kindheit jetzt mit meinem Beruf vereinen kann.“

Am 12. Mai starten die Proben. Seinen Vorgänger Sascha Gluth hat Semm 2012 auf der Bühne erlebt. Und von dem, was bei den Festspielen geboten wurde, sagt der Wahl-Heidelberger: „So etwas hatte ich noch nie gesehen. Allein die Kulisse, die ja so schon wunderschön ist.“ Kopieren will er den Vorgänger nicht: „Ich bin ich — und ich will ein eigener Störtebeker sein.“

OZ

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