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MV aktuell Im Auftrag Ihrer Majestät: Holländisches Superschiff in MV
Nachrichten MV aktuell Im Auftrag Ihrer Majestät: Holländisches Superschiff in MV
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00:00 12.03.2016
Das niederländische Marineschiff, die „Karel Doorman“, kommt für fünf Tage nach Rostock. dpa Quelle: Fotos:

Die königliche Marine zu Besuch in Mecklenburg-Vorpommern: An diesem Sonnabend macht das niederländische Kriegsschiff „Karel Doorman“ am Passagierkai in Warnemünde fest (11 Uhr, Liegeplatz 8). Fünf Tage lang wird das 204 Meter lange Versorgungs- und Unterstützungsschiff in der Hansestadt liegen. Es sind gemeinsame Übungen mit dem Seebataillon der Marine aus Eckernförde (Schleswig-Holstein) geplant, unter anderem mit Minentauchern und Bordeinsatz-Kommandos. Letztere sollen im Ernstfall feindliche Schiffe von Land aus kapern. Es gibt Kritik an der Aktion: Die Linke im Schweriner Landtag kritisiert die Präsenz des Nato-Schiffs als bewusste Provokation gegenüber Russland.

Die königliche Marine zu Besuch in Mecklenburg-Vorpommern: An diesem Sonnabend macht das niederländische Kriegsschiff „Karel Doorman“ am Passagierkai in Warnemünde fest (11 Uhr, Liegeplatz 8).

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Ein Schiff für jeden Zweck

6 Hubschrauber vom Typ „NH 90“ können auf dem „Multizweckversorgungsschiff“ landen. Die „Karel Doorman“ wird — bei Bedarf — zu einem schwimmenden Flughafen. In Rostock übt die holländische Besatzung gemeinsam mit Marine-Infanteristen, darunter Minentaucher, aus Eckernförde.

Technikfans und Neugierige dürfen bis auf 20 Meter an die „Karel Doorman“ heran, kündigt Sprecher Nguyen Van vom Marineamt Rostock an. Laut Hafenkapitän Gisbert Ruhnke sorgt die Bundeswehr für eine Absperrung rund um den Stahlkoloss. Besichtigungen an Bord seien nicht möglich. „Es gibt kein open ship“, sagt Ruhnke.

Für die deutsche Marine ist das vor knapp einem Jahr in Dienst gestellte Multifunktionsschiff ein ganz besonderes Objekt der Begierde. Die Anschaffung zweier solcher Schiffe wurde aus Kostengründen abgesagt. Die „Karel Doorman“ kann als Tanker benutzt werden, aber auch Soldaten und Material zu anderen Schiffen auf hoher See transportieren. Gleichzeitig eignet es sich als schwimmender Kleinflughafen für Hubschrauber.

Zudem besitzt das laut Medienberichten 400 Millionen Euro teure Kriegsgerät sogenannte „amphibische Fähigkeiten“. Es kann sich zwar nicht an Land fortbewegen — kommt dem allerdings ziemlich nahe. Be- und Entladung sind ohne Hafen möglich, schreibt der Militärexperte Thomas Wiegold auf seinem Blog „Augen geradeaus“.

Anfang Februar unterzeichneten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre niederländische Amtskollegin Jeanine Hennis-Plasschart eine Absichtserklärung über eine gemeinsame Nutzung des Schiffs. Dabei geht es auch ums Geld: Laut niederländischen Medien fehlen der Marine von Königin Beatrix die Mittel für den aufwendigen Betrieb des Schiffs. Die Bundeswehr ist dagegen stark an der Technik interessiert: Sie habe nur zwei 50 Jahre alte Landungsboote „und ein paar Gummiboote“, heißt es in einem Militärforum. Die „Karel Doorman“ soll eng mit dem Eckernförder Seebataillon zusammenarbeiten. Das sei ein vorsichtiger Schritt in Richtung hin zu einer gemeinsamen Europa-Armee, sagt ein Sprecher im Berliner Verteidigungsministerium. Wie viel die Steuerzahler in Deutschland die Kooperation kostet, ist offen. Die Verhandlungen darüber haben gerade erst begonnen. Gar nicht amüsiert reagiert Peter Ritter (Linke) auf den Besuch des Nato-Schiffs. Solche Manöver erinnerten ihn an den Kalten Krieg, so der friedenspolitische Sprecher seiner Fraktion. „Das trägt dazu bei, dass die Spannungen zu Russland zunehmen.“

Von Gerald Kleine Wördemann

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