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MV aktuell Insektenschwund: Backhaus fordert mehr Zusammenarbeit der Landnutzer in MV
Nachrichten MV aktuell Insektenschwund: Backhaus fordert mehr Zusammenarbeit der Landnutzer in MV
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14:39 14.02.2019
Eine Hummel sammelt das Nektar einer Pflanze. Angesichts des Insektenschwunds fordert Umweltminister Till Backhaus (SPD) eine verstärkte Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Schwerin

Angesichts der Zustimmung zum Bienen-Volksbegehren in Bayern wegen des Insektenschwunds hat Agrarminister Till Backhaus (SPD) eine verstärkte Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern in Mecklenburg-Vorpommern gefordert. Die Landesregierung engagiere sich seit Jahren fachübergreifend und strategisch für den Schutz der Lebensräume für Insekten, sagte Backhaus am Donnerstag in Schwerin. So gebe es die Insektenschutzstrategie „Mehr Respekt vor dem Insekt“, mit der sich das Land für eine bundesweite Abstimmung der Forschung und die bessere Vernetzung vorliegender Forschungsergebnisse einsetze.

Auch sehe die Strategie vor, dass die Landnutzer mehr für den Schutz der Insekten tun. Die großflächigen Agrarstrukturen müssten aufgebrochen, mehr Hecken, Brachen und breite Feldränder angelegt werden. Zudem tragen Landwirte durch den Anbau von blühenden Haupt- und Zwischenfrüchten, die extensive Grünlandbewirtschaftung oder den Öko-Landbau zum Bienen- und Insektenschutz bei. Die Maßnahmen würden auf einem Drittel der Ackerfläche umgesetzt, sagte der Minister.

Teil der Insektenstrategie sei ein dreijähriges Projekt für bessere Lebensräume der Insekten im Wald. Voneinander getrennte Wälder sollen über Hecken, die Pflanzung von Baumgruppen und die Einbeziehung von insektenfreundlich gestalteten Strom- oder Bahntrassen miteinander verbunden werden. Das ermögliche den genetischen Austausch einzelner Populationen. Wichtige Insekten-Lebensräume seien Streuobstwiesen. Mit einem Genussschein habe das Land ein Finanzierungsinstrument zur Anlage von Streuobstwiesen auch für Privatleute geschaffen.

Birgit Sander