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MV aktuell Jedes dritte Parkhaus im Land hat zu schmale Stellplätze
Nachrichten MV aktuell Jedes dritte Parkhaus im Land hat zu schmale Stellplätze
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00:00 26.01.2018
Rostock

. Da ist der Rempler vorprogrammiert: Jedes dritte Parkhaus in Mecklenburg-Vorpommern hat laut ADAC zu schmale Parkbuchten. Beim letzten Test des Automobilclubs boten sieben der 20 überprüften Tiefgaragen im Land nicht die geforderten 2,50 Meter Breite. Doch das wäre nötig: Die Autos auf Deutschlands Straßen werden im Schnitt immer breiter.

Das bringt noch andere Probleme mit sich.

Zu wenig Platz für moderne Autos bieten laut ADAC unter anderem die Parkhäuser der Dompassage in Greifswald, Am Neuen Markt in Stralsund sowie unter dem Doberaner Hof und Am Stadthafen in Rostock.

„2,50 Meter sind schon relativ knapp, vor allem beim SUV“, sagt ADAC-Sprecher Christian Hieff. Jeder vierte Neuwagen ist heute schon ein SUV – eine Mischform aus Geländewagen und Limousine.

30 Zentimeter sind die Autos in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren in die Breite gewachsen. „Ein Ford Mondeo ist heute so breit wie eine Mercedes-S-Klasse von 1991“, sagt Hieff. Den Herstellern könne man nur bedingt Vorwürfe machen: „Der Platz wird für mehr Sicherheit und Komfort gebraucht.“ Die große Nachfrage der Kunden zeige, dass sie sich offenbar in großen Autos wohlfühlen.

Das Wohnungsunternehmen Wiro in Rostock, dem auch mehrere Parkhäuser gehören, reagiert auf diese Entwicklung. Beim Altbestand seien Änderungen oft schwierig, aber bei Neubauten und Parkplätzen steuere das Unternehmen bereits um, sagt eine Sprecherin. „Die neuen Flächen auf dem Parkplatz am Stadthafen sind 2,75 Meter breit und entsprechen somit den Bedürfnissen breiterer Pkw.“

Im Westen ist das Problem teilweise noch größer, da dort viele Parkhäuser aus den 60er oder 70er Jahren stammen, als die Autos noch kleiner waren. Eines der ersten Parkhäuser in MV war 1993 das am Hotel Neptun in Warnemünde. Dort hat man vor einigen Jahren bereits umgebaut, weil es zu eng wurde: „Wir haben die Stellplätze breiter gemacht und verzeichnen seitdem auch weniger Rempler“, sagt Sprecherin Silke Greven.

Aber nicht nur beim Einparken kann es mit breiten Autos heikel werden: „Die linke Spur in Autobahnbaustellen hat eine Mindestnorm von 2,25 Metern und ist für Autos bis zwei Meter Breite zugelassen“, erklärt ADAC-Sprecher Hieff. Dabei gelte allerdings nicht die im Fahrzeugschein angegebene Breite, sondern die Gesamtbreite samt Außenspiegeln. „Ein kleiner Schlenker eines Lkw – und schon kracht es“, sagt Hieff.

Auch Rettungsdienste klagen über die immer schmaler werdenden Rettungsgassen, wenn links und rechts SUVs stehen: „Kollegen berichten, dass es im Einsatz öfter eng werden kann als früher“, sagt Ronny Espenhain, Rettungsdienst-Referent beim Deutschen Roten Kreuz MV – zumal auch die eigenen Einsatzfahrzeuge breiter geworden sind. Daraus resultierende Unfälle seien ihm zum Glück nicht bekannt.

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