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Jugend im Umbruch

Rostock Jugend im Umbruch

Eine Studie der Universität Rostock untersucht Erfahrungen von Menschen im Osten Deutschlands.

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Martin Koschkar (31) ist einer der Sprecher des Regionalnetzwerks Mecklenburg-Vorpommern der bundesweiten Initiative Dritte Generation Ostdeutschland.

Quelle: Dietmar Lilienthal

Rostock. An der Universität Rostock entsteht derzeit eine Studie, die die Umbruchs- und Wendeerfahrungen von Menschen im Osten Deutschlands untersucht. In einem Netzwerk sollen Ideen der sogenannten „Dritten Generation Ostdeutschland“ gebündelt werden.

Das ist bis Samstag (31. Mai) auch ein Thema der Konferenz „Regionale politische Kultur im Vergleich“ in Rostock. Die OZ sprach darüber mit Martin Koschkar (31) vom Institut für Politikwissenschaften der Uni Rostock.

OSTSEE-ZEITUNG: Wer zählt zur „Dritten Generation Ostdeutschland“?

Martin Koschkar: Alle, die nach 1989/1990 im vereinten Deutschland aufgewachsen sind, die ihre Kindheit oder Teile davon in der DDR absolviert haben. Rund 2,4 Millionen Menschen der Jahrgänge 1975 bis 1985.

OZ: Hört sich nach einer organisierten Gruppe an.

Koschkar: Nicht unbedingt. Für mich ist die ,Dritte Generation Ost’ keine festgefügte Gruppierung, sondern eher ein Gedanke oder eine Vision, woraus jedoch aktives Handeln entstehen kann. Unter dem Motto hat sich ein Netzwerk etabliert, das Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten zusammenführt.

OZ: Welche Fähigkeiten sind das?

Koschkar: Kompetenzen zur Bewältigung von Transformationsprozessen, also den Wechsel von einer Gesellschaftsform in eine andere, wären denkbar. Auch unsere Generation musste in einer sehr kurzen Zeit einen einschneidenden Wandel bewältigen.

OZ: Die Umbrüche von 1989 und 1990 in der DDR sind bereits 25 Jahre her. Warum findet sich erst heute eine Generation Ost?

Koschkar: Viele ,Wendekinder’ haben sich vielleicht über eine lange Zeit nicht mit ihrer Herkunft oder mit den Erlebnissen aus ihrer Kindheit und Jugend auseinandergesetzt. Etwa weil sie damit zu tun hatten, ihren Platz in der neuen Gesellschaft zu finden. Heute fragen sie sich: Was hat der Transformationsprozess mit mir gemacht? Wie habe ich die doppelte Sozialisation vor und nach 1989/90 erlebt, wie meine Eltern und Freunde?



Interview: Bernhard Schmidtbauer

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