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MV aktuell K.o.-Tropfen im Kaffee: Polizei fahndet nach Diebesbande
Nachrichten MV aktuell K.o.-Tropfen im Kaffee: Polizei fahndet nach Diebesbande
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00:01 13.07.2016

Betäubt und ausgeraubt: Die Polizei in Vorpommern sucht seit gestern mit Fahndungsbildern nach einer bundesweit agierenden Diebesbande. Die Täter setzen ihre Opfer mit K.o.- Tropfen außer Gefecht und stehlen dann Geld – auch das einer 85 Jahre alten Rentnerin aus Pasewalk (Kreis Vorpommern-Greifswald). Wie zwei Männer Geld von ihrem Konto abheben, zeigen die Video-Aufnahmen aus Prenzlau und Schwedt in Brandenburg.

Im Herbst vergangenen Jahres hatte eine etwa 40 Jahre alte Komplizin der Männer das Opfer in ein Gespräch verwickelt. Einen Tag später sei sie wieder gekommen – angeblich, um der Rentnerin etwas zu schenken. Dabei habe sie ihr vermutlich K.o.-Tropfen in den Kaffee getan, berichtet ein Polizeisprecher. Als die Rentnerin wieder aufwachte, waren über 100 Euro Bargeld und die EC-Karte weg.

Mit Letzterer sind kurz darauf jeweils 1000 Euro in Schwedt und Prenzlau abgehoben worden. Wie die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mitteilt, wurden die Bilder der Überwachungskameras jetzt veröffentlicht, da andere Ermittlungsarten bisher nicht zur Identifizierung der Täter geführt hätten.

Die Wirkung der K.o.-Tropfen tritt nach zehn bis 20 Minuten ein und hängt stark von der Dosis ab sowie von der körperlichen Verfassung des Opfers und dem Alkoholkonsum. Eine Überdosis K.o.-Tropfen kann zu Atemstillstand, Koma und zum Tod führen. Nach dem Erwachen aus der Bewusstlosigkeit kann das Opfer sich an das, was passiert ist, nicht oder nur bruchstückhaft erinnern. Das macht den Beweis einer Straftat schwer. Ebenso, weil die Substanz nach etwa zwölf Stunden nicht mehr nachweisbar ist. Deshalb kann das Landeskriminalamt auch keine genauen Zahlen liefern, wie viele Straftaten damit bereits in MV verübt wurden.

Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

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