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MV aktuell Kaffee-Gäste wussten nichts vom Cannabis im Kuchen
Nachrichten MV aktuell Kaffee-Gäste wussten nichts vom Cannabis im Kuchen
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02:20 20.09.2016

. Kaffeerunde mit schweren Nebenwirkungen: Nach dem Genuss von Cannabis-Kuchen mussten am Wochenende sechs Personen aus Ribnitz-Damgarten in mehreren Krankenhäusern behandelt werden (die OZ berichtete). Gestern teilte die Polizei mit, dass die Betroffenen nichts vom brisanten Inhalt des Schokoladenkuchens wussten.

Ein 42-Jähriger aus dem Stadtteil Damgarten hatte am Sonnabend zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Dabei servierte er das selbstgemachte Naschwerk. Die Zutaten hatten es in sich: Der Hobbybäcker hatte dem Teig einige Tropfen Cannabisöl zugefügt, was er seinen Gästen aber verschwieg. Das Öl wird aus den Hanfdrogen Marihuana oder Haschisch gewonnen.

Eine Weile, nachdem sich die Runde aufgelöst hatte, brauchten die Teilnehmer medizinische Hilfe. Zwei Frauen (23 und 46 Jahre) ging es während eines Spaziergangs plötzlich so schlecht, dass sie mit dem Krankenwagen in die Ribnitzer Bodden-Klinik gebracht werden mussten. Ein stadtbekanntes Zahnarztpaar (51 und 56) rief wegen massiven Erbrechens den Notarzt. Sie wurden ins Stralsunder Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt wurden sechs Personen behandelt, im Alter von 23 bis 56 Jahren. Laut Polizei konnten alle noch am Wochenende das Krankenhaus verlassen. Ihr Gastgeber wurde noch am gleichen Tag von der Polizei befragt. Dabei musste er sich selbst übergeben. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Reste vom Kuchen wurden als Beweismittel sichergestellt.

Laut Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband ist Cannabis in Ölform stark konzentriert – was Dosierungsfehler begünstige. Anderen Drogen unwissentlich zu verabreichen sei „absolut unverantwortlich“, kritisiert Wurth. Gesundheitliche Schäden seien aber so gut wie ausgeschlossen. In den USA, wo Cannabis teilweise legal ist, sei das Öl weit verbreitet. In Deutschland gilt es als exotisch. Manche Alternativ-Mediziner preisen es als Allheilmittel gegen Krebs an, was umstritten ist. Andererseits wiesen Forscher von der Uni Rostock nach, das Cannabis helfen kann, Tumorzellen zu zerstören.

Gkw/c. Riemer

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