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Kapitän setzte Hiddenseefähre auf Grund

Hiddensee Kapitän setzte Hiddenseefähre auf Grund

Banges Warten für 329 Fahrgäste auf der Fähre „Insel Hiddensee“, die am Donnerstagnachmittag auf Grund lief: Der Kapitän war auf dem Weg von der Insel Hiddensee ...

Hiddensee. Banges Warten für 329 Fahrgäste auf der Fähre „Insel Hiddensee“, die am Donnerstagnachmittag auf Grund lief: Der Kapitän war auf dem Weg von der Insel Hiddensee nach Rügen aus dem Fahrwasser abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Ein herbeigerufenes Seenotrettungsboot konnte mit Hilfe eines Fischkutters die Fähre freischleppen, die ihre Fahrt fortsetzte. Sie musste nicht evakuiert werden, niemand wurde verletzt.

 

OZ-Bild

Die havarierte Personenfähre „Insel Hiddensee“ wurde mit Hilfe des Seenotrettungsboots „Nausikaa“ (v.) der DGzRS und mit Unterstützung eines Fischkutters wieder freigeschleppt. An Bord der Fähre befanden sich insgesamt 329 Fahrgäste.

Quelle: DGzRS

Menschliches Versagen hat wohl zu dieser Schiffshavarie geführt. „Unser Kapitän ist seit über 40 Jahren für unsere Reederei tätig, ist Hiddenseer und kennt das Revier wie seine Westentasche. Dennoch können auch die Erfahrensten Fehler machen, das ist menschlich – leider“, sagt Knut Schäfer, Geschäftsführer der Reederei Hiddensee.

Die Fähre war mit den 329 Fahrgästen auf dem Weg von Hiddensee nach Schaprode auf Grund gesetzt worden. „Das Fahrwasser Rügen – Hiddensee ist besonders im Bereich der Tonne 26 äußerst anspruchsvoll und schmal“, macht Schäfer deutlich. Und auch, dass die Reederei den Vorfall zum Anlass nehmen werde, um „wiederholt Sicherheitsgespräche mit unseren Kapitänen zu führen“.

Die Havarie hatte schließlich ein glückliches Ende genommen: Die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger aus Vitte hatten zusammen mit einem Fischkutter das Fahrgastschiff freigeschleppt. Dessen Kapitän hatte gegen 16.15 Uhr die Seenotretter alarmiert: Die Personenfähre war in Höhe der Fährinsel festgekommen und konnte sich nicht mehr befreien. Minuten später legte das Seenotrettungsboot „Nausikaa“ ab und nahm Kurs auf das etwa 2,7 Seemeilen entfernt liegende Schiff. Vor Ort hatte bereits der Fischkutter „Alma“ versucht, das rund 40 Meter lange Schiff bei ruhiger See freizuschleppen. Dies gelang, als die „Nausikaa“ mit ihren 320 Pferdestärken und der Kutter an der Fähre zogen. Sie schleppten sie ins tiefere Fahrwasser. Von dort setzte es die Reise nach Schaprode allein fort. „Bei den Gästen entschuldigen wir uns und danken den Seenotrettern“, so Schäfer.

Erst Anfang Juni war die „Insel Hiddensee“ in die Schlagzeilen geraten. Neun Menschen waren bei der Kollision des Schiffes mit einer Kaikante im Neuendorfer Hafen auf Hiddensee verletzt worden. Als Ursache wurde technisches Versagen angegeben. Die Maschine soll ausgefallen sein. Chris Herold

OZ

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