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Schwerin/Rostock Kasinos kehren nach MV zurück

Land genehmigt vier Spielbanken – und verdient am Erlös mit

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Jeanine Potyralla in der Warnemünder Spielbank, die im August 2013 als letzte ihrer Art im Land dichtmachte.

Quelle: Ove Arscholl

Schwerin/Rostock. Gut drei Jahre nach der Schließung der letzten Spielbank in MV hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) gestern die Genehmigung für vier neue Standorte verkündet. Die Spielbanken MV Bewerbergesellschaft mit Sitz in Rostock darf in Rostock, Schwerin, Neubrandenburg und Stralsund vier Kasinos betreiben. Erlaubnis sei für zehn Jahre erteilt.

„Was lange währt, wird endlich gut“, erklärt Caffier. Nachdem die Spielbanken in Schwerin und Warnemünde im August 2013 geschlossen worden waren, bedurfte es zweier Anläufe für europaweite Ausschreibung. Laut Spielbankengesetz sei das Land gehalten, „durch ein begrenztes und kontrolliertes Glücksspielangebot in Spielbanken eine geeignete Alternative zum nicht erlaubten Glücksspiel anzubieten“, so Caffier.

In Rostock darf künftig wieder dem „großen Spiel“ nachgegangen werden, wie es offiziell heißt. Neben Roulette seien auch Kartenspiele wie Poker erlaubt, dazu Automaten. An den anderen drei Standorten beschränke sich die Erlaubnis auf das Automatenspiel, sagt Marion Schlender, Sprecherin des Innenministeriums. Die Städte habe der Betreiber selbst ausgesucht. Er sei auch verpflichtet, möglicher Spielsucht entgegenzuwirken.

Wann und wo die Spielbanken eröffnet werden, steht indes noch nicht fest. „Ich weiß es auch erst seit gestern“, sagt Günter Münstermann, Geschäftsführer der Spielbank Berlin, die zu 75 Prozent hinter der MV-Gesellschaft steht, auf OZ-Anfrage. Zweiter Gesellschafter ist die Spielbank Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz). Thomas Fritz, Chef der Spielbanken MV Bewerbergesellschaft, hält sich bedeckt.

Mögliche Standorte würden derzeit überprüft. Nur so viel: „Warnemünde wird es vermutlich nicht.“

Beim legalen Glücksspiel verdient das Land mit. Nach dem Spielbankengesetz ist eine Abgabe fällig. Bei bis zu 500000 Euro Spielertrag im Jahr liegt diese bei 25, bei bis zwei Millionen Euro bei 30 Prozent und so weiter. Im Jahr 2012 hatten die Spielbanken im Land – Warnemünde, Schwerin, Heringsdorf, Binz, Stralsund – gemeinsam einen Bruttospielertrag von 6,5 Millionen Euro. Nach Steuerabzug, Abgaben an Gemeinden und Verrechnung von Personalkosten seien 740000 Euro für das Land geblieben, heißt es aus dem Finanzministerium. Es habe selbst Personal zur Überwachung beschäftigt.

fp

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