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MV aktuell Kaum Wespen im Norden – aber massenhaft Mücken
Nachrichten MV aktuell Kaum Wespen im Norden – aber massenhaft Mücken
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10:20 10.09.2016
In diesem Jahr ist keine Wespen-Plage zu erwarten, dafür kommen vermehrt Mücken in den Nord-Osten. Quelle: Antje Schmidt
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Rostock

Gute Nachricht für Eisdielen-Gäste, Bäckereifachverkäufer und alle, die gern draußen schlemmen: Ihnen bleiben Wespen offenbar erspart. In diesem Jahr sei keine Plage mehr zu erwarten, sagt Katja Burmeister vom Naturschutzbund (Nabu) Mecklenburg-Vorpommern. Das liege einerseits am Wetter: Dort, wo es im Frühjahr viel geregnet hat, sei so manche Deutsche und Gemeine Wespe beim Nisten im Erdloch buchstäblich abgesoffen.

Weit schlimmer hätten die Völker aber unter der immer intensiver betriebenen Landwirtschaft zu leiden, sagt Burmeister. Solche Eingriffe in die Natur hätten die Wespen-Bestände schon stark dezimiert. Die Quittung dafür bekommt der Mensch aber auch zu spüren: Weil weniger Wespen umherschwirren, fliegen umso mehr Mücken. Die Blutsauger zählen nämlich zu jenen Insekten, mit denen Wespen ihren Nachwuchs füttern.

Für Mücken könnte es momentan ohnehin kaum besser laufen: Sie schlüpfen massenweise. „Feucht und warm – das lieben sie“, sagt Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung. Vor allem in Süddeutschland und rund um Berlin hätten die Blutsauger derzeit ideale Bedingungen, um sich zu vermehren. Der Nordosten sei bislang relativ verschont geblieben, leide gefühlt dennoch mehr als sonst. „Wir sind verwöhnt von den vergangenen Jahren“, erklärt Walther.

Antje Bernstein

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