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Keine Einigung im Theater-Streit

Stralsund Keine Einigung im Theater-Streit

Gewerkschaft: Neues Tarifangebot ist sehr schwierig

Stralsund. Die Verhandlungen über einen neuen Haustarif  am Theater Vorpommerns sind trotz eines verbesserten Arbeitgeberangebots gestern Abend zunächst ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Trägerkommunen und Land hätten den Gewerkschaften ein Angebot vorgelegt, das bis zur Fusion zum „Staatstheater Nordost“ eine stufenweise Steigerung um 9,5 Prozent vorsehe, sagte der Intendant des Theaters. „Das ist ein gutes Angebot. Doch wir haben bislang keine Einigung erzielt“, sagte Löschner nach den etwa viereinhalbstündigen Verhandlungen.

Die Gewerkschaften bezeichneten das vorgelegte Angebot als „sehr, sehr schwierig“. Das strukturelle Defizit zum Flächentarif würde zum 1. Januar 2018 noch immer bei 15, zum Sommer 2018 bei etwa 13 Prozent liegen, weil auch die Flächentarife in diesem Zeitraum stiegen. „Für diesen Vorschlag haben wir kein Verhandlungsmandat“, sagte Gerrit-Michael Wedel von der Vereinigung deutscher Opernchöre.

Deshalb müsse er zunächst in den Gremien beraten werden.

Kommt es zu keiner Einigung, droht dem Theater ab 1. April die Insolvenz. „Das wäre eine absolute Katastrophe“, sagte der Stralsunder Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU).

Das Angebot sah nach Angaben von Intendant Löschner bis zum Jahresende eine Steigerung um 4,75 Prozent und von Januar 2018 an in zwei weiteren Stufen eine Steigerung um weitere 4,75 Prozent vorsieht. Dabei werde die letzte Stufe vor der Theaterfusion in Höhe von 2,25 Prozent ausschließlich vom Land finanziert, sagte Löschner. „Das Angebot zeigt, dass es dem Land mit der Unterstützung des Theaters im Osten des Landes ernst ist.“ Der Ball liege jetzt bei den Gewerkschaften. Ziel einer Theater-Fusion von Neubrandenburg, Neustrelitz, Greifswald, Stralsund und Putbus mit Landesbeteiligung ist es, dass die Theater über engere Kooperationen einen Teil ihrer Stellen abbauen, jedoch die künftigen Theaterbeschäftigten wieder nach Flächentarif bezahlt werden.

Martina Rathke

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