Kommentar Caffier: Fakten auf den Tisch
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08:15 25.10.2018
Kommentar von Frank Pubantz zum Ferienhaus von Lorenz Caffier Quelle: Montage: Cassandra Voigt/Henrik Nitzsche
Neppermin

Ein Minister im Kreuzfeuer: Zum Ferienhaus von Lorenz Caffier (CDU) auf Usedom kommen immer mehr Details ans Licht. Bereits 2006, kurz nachdem der damalige CDU-Generalsekretär das Grundstück am Achterwasser kaufte, hatte der zuständige Landkreis Verstöße moniert. Erde war angeschüttet, Schilf zerstört worden – rechtswidrig. Im Nachgang erweiterte die Gemeinde das Baufeld in Richtung Natur. Möglich, dass Caffier von alldem nichts wusste – an den erforderlichen Konsequenzen ändert dies nichts. Wenn Otto-Normal-Verbraucher bei Bauprojekten rote Linien überschreitet, wird auch geprüft und nötigenfalls Korrektur erzwungen. Das muss für jedermann gelten.

Der Fall spaltet auch die Bevölkerung auf Usedom und darüber hinaus. Schon deshalb täten die Behörden gut daran, bei der Aufklärung aktiv mitzuwirken, anstatt auszubremsen. Ein Verantwortlicher sagte gestern, „nö“, er wolle dazu nicht antworten, weil das so viel Zeit koste. Fragen gäbe es zur Genüge zu klären: nach Güte der aufgeschütteten Erde, Umsetzung des verordneten Naturschutzausgleichs, Rechtmäßigkeit von B-Plan-Änderungen und etwaigen Verstrickungen im kommunalpolitischen Dickicht. Sonst wird es am Ende wohl ein Gericht beurteilen.

Frank Pubantz

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