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MV aktuell Versuch mit Potenzial
Nachrichten MV aktuell Versuch mit Potenzial
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Kommentar von Volker Penne Quelle: Montage: Cassandra Voigt/Volker Penne
Anklam

Ein Weltkonzern pflegt seit Jahren seine Vorliebe für die Wurzeln des oft als Unkraut geschmähten Löwenzahns. Denn diese enthalten Kautschuk. Die Continental AG investiert im vorpommerschen Anklam 24 Millionen Euro. Elf Millionen Landesförderung kommen hinzu. Gewaltige Summen. Eine Garantie, in zehn oder 15 Jahren Kautschuk im großen Stil zu produzieren, gibt es nicht. Klar aber ist, dass vor allem der Russische Löwenzahn Potenzial besitzt. Denn er enthält soviel von dieser Substanz, dass eine industrielle Gewinnung denkbar scheint. Die Idee der Extraktion des gummiartigen Stoffs ist nicht neu. Bereits in den 1930er Jahren wurde sie unter anderem in der Sowjetunion praktiziert.

Dass der Reifenriese die Forschung forciert, macht Sinn. Der Kautschuk-Hunger der Industrie ist gewaltig, die Börse unberechenbar und die Transporte-Wege zu Kautschuk-Plantagen in Asien sind lang. In einem Pkw-Reifensatz stecken immerhin bis zu drei Kilo Naturkautschuk. Fest steht auch, dass dieses Experiment interessant für hiesige Landwirte sein dürfte. Zudem wird der Fokus anderer Industrie-Größen auf die Region rund um die Peene-Stadt gelenkt. Und das ist viel wert in einer strukturschwachen Region.

Volker Penne

MV aktuell Reifenbauer Continental eröffnet Forschungsanlage in Anklam - Das Löwenzahn-Experiment

Der Reifenbauer Continental hat ein Forschungslabor in Anklam errichtet. 35 Millionen Euro werden investiert. Ziel ist es, aus Russischem Löwenzahn Naturkautschuk für die Reifenproduktion zu gewinnen.

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