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Petition für Abschaffung des Schornsteinfegerwesens in MV umstritten

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Michael Roolf, Wirtschaftsverband Handwerk

Rostock Unnütz und teuer? Oder unerlässlich für Brand- und Umweltschutz? Die Bewertung des deutschen Schornsteinfegerwesens spaltet die Leserschaft der OZ. Zu unserem Beitrag über die bundesweite Petition für die Abschaffung der Schornsteinfeger erreichten uns zahlreiche Zuschriften und Anrufe. Hier einige Auszüge:

„Der Schornsteinfeger trägt mit seiner Tätigkeit zur Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerstätten bei“, erklärt zum Beispiel Ingo Ziola, Obermeister der Schornsteinfegerinnung MV . Und betont: „Neutralität und gewissenhafte Beratung werden gesetzlich vom Schornsteinfeger gefordert.“ Bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern sei es untersagt, Feuerungsanlagen in ihrem Bezirk zu verkaufen und einzubauen. Grund: Die Freigabe von Feuerungsanlagen habe objektiv und neutral zu erfolgen.

Ähnlich argumentiert die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Energieeffizienz und Gebäudetechnik , zu der auch die Schornsteinfegerinnung MV gehört. Und stellt klar: Auch bei modernen Heizungsanlagen seien Inspektion und Wartung erforderlich. „Es existieren keine wartungsfreien technischen Anlagen.“

Der Schornsteinfegermeister sei „ein ehrbarer Handwerker“, meint auch Michael Roolf, Präsident des Wirtschaftsverbandes Handwerk MV : Die Innungsfachbetriebe des Handwerks in MV leisteten „einen wesentlichen Beitrag zur qualitativen Erfüllung handwerklicher Dienstleistungen“. Gerade der Landesinnungsverband der Schornsteinfeger habe viel „zur Sicherung qualitativer Standards und beruflicher Qualifikationen beigetragen“.

Ganz konkrete Kritik äußert Frank Schmidt aus Rostock: „Die vom Schornsteinfeger erbrachte Leistung steht in keinem Verhältnis zum Preis“.

Sogar von „Abzocke allererster Güte“ spricht Leserin S. aus Wismar , die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte: „Mein Bezirksschornsteinfeger weigert sich beharrlich, die Termine für Feuerstättenschau und Messung zusammenzulegen“, beklagt sie. „So kann er mehrfach die Anfahrtskosten in Rechnung stellen.“ Das sei „ein Hohn“.

Ähnliche Fälle kämen immer wieder vor, betont der Stralsunder Dirk-Gunter Herfurth von der IG für zeitgemäßes Schornsteinfegerwesen. In der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) jedoch werde deutlich gemacht: Termine für Feuerstättenbescheid und Schornsteinfegerarbeiten sollten so gelegt werden, dass sie „in einem gemeinsamen Arbeitsgang durchgeführt“ werden können (§ 3).

Widersetze sich der Bezirksschornsteinfeger diesem Wunsch, sollte man sich „einen freien Kaminkehrer für diese Arbeiten“ suchen.

OZ

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