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MV aktuell Kormorane im Visier
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00:00 26.08.2014
Ein Kormoran hat sich einen Aal geschnappt. Quelle: Bernd Settnik/dpa
Schwerin

Sachsen-Anhalt plant, den unter Naturschutz stehenden Kormoran zum Abschuss freizugeben. Eine Verordnung will Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) heute im Kabinett beschließen lassen. Demnach dürfen Kormorane zukünftig im Umkreis von 300 Metern zu allen Gewässern und Fischzuchtbetrieben gejagt werden. Für erwachsene Tiere soll dies von Mitte August bis Mitte März gelten, bei Jungvögeln von Mitte März bis Mitte August.

In Mecklenburg-Vorpommern sind Abschuss oder Vergrämung der Kormorane nicht ganz so drastisch geregelt. Laut Kormoranverordnung dürfen diese Vögel vom 1. August bis 31. März im Nordosten abgeschossen werden, wenn sie sich auf, über oder in einem Abstand von weniger als 300 Metern von fischereiwirtschaftlich genutzten Binnengewässern oder Anlagen der Fischwirtschaft aufhalten.

Ausgenommen seien Naturschutzgebiete und Nationalparks, heißt es aus dem Umweltministerium in Schwerin. Der Abschuss an Schlafplätzen sei nicht gestattet. Im Jagdjahr 2012/13 wurden in MV 285 Kormorane geschossen, überwiegend am Schweriner See. An Fischteichanlagen wurden letztes Jahr insgesamt 636 Kormorane erlegt.

Der Naturschutzbund (Nabu) in MV kritisiert den Abschuss der über 900 Kormorane. Mit über 130 getöteten Kormoranen am Schweriner See und 116 Abschüssen an der Mecklenburgischen Seenplatte seien Gebiete betroffen, die das Land als naturnahe Touristenregionen bewirbt. Laut Nabu fehle an diesen Seen jeglicher Nachweis eines konkreten, von den Kormoranen verursachten erheblichen wirtschaftlichen Schadens, um die Abschüsse zu legitimieren. bs



OZ

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