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MV aktuell Krebs-Gala: Puhdys-Legende singt für seinen toten Sohn
Nachrichten MV aktuell Krebs-Gala: Puhdys-Legende singt für seinen toten Sohn
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11:23 14.05.2018
Puhdys-Gründungsmitglied Dieter „Quaster“ Hertrampf verkauft gemeinsam mit Gastgeberin Antje Birth und Stella, der Tochter von Startenor Björn Casapietra, Lose bei der Windflüchter-Gala in Stralsund. Quelle: Michael Schmidt
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Stralsund

Es war der emotionalste Moment eines bewegenden Abends: Puhdys-Gründungsmitglied Dieter „Quaster“ Hertrampf stand am Samstagabend alleine auf der Bühne der Windflüchter-Gala in Stralsund und sang einen Song für seinen toten Sohn. „So geht der Tag, so geht das Jahr, so geht ein Leben hin“ heißt es im Refrain. Kurz vor dem Auftritt hatte Quaster sichtlich mit sich zu kämpfen. „Eigentlich geht es in dem Lied darum, dass der Alte geht und der Junge bleibt. Bei uns war es andersrum“, sagte er. Der 73-Jährige verlor letztes Jahr seinen Sohn und Rockhaus-Musiker Carsten Mohren. Er erlag einer schweren Krebserkrankung.

Dieter „Quaster“ Hertrampf verarbeitet mit dem Lied den Krebstod eines seiner Kinder. Bei der Windflüchter-Spendengala in Stralsund berührte er damit den ganzen Saal.

300 Gäste, darunter der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt, sowie etliche Stars wie Quaster, Purple Schulz und Urgestein Albert Hammond („It never rains in southern California“) setzten bei der Charity-Gala im Festsaal der Störtebeker Braumanufaktur ein Zeichen im Kampf gegen Krebs. Und spendeten vor allem viel Geld. 69 690 Euro kamen am Ende zusammen. Auch durch eine stille Auktion bei der etwa ein handsigniertes Bild von Nelson Mandela versteigert wurde.

Das Geld geht an die Stiftung „Betroffen“, die damit mehrere regionale Projekte unterstützt. Das ist zum einen der „Wünschewagen“ vom Arbeiter-Samariter-Bund MV, der Menschen am Ende ihres Lebens Herzenswünsche erfüllt. Zum anderen soll mit einer regionalen Kampagne für eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs geworben werden.„Wir möchten, dass sich möglichst alle Kinder ab neun Jahren impfen lassen, und zwar nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen, wofür es gute Argumente gibt. Dazu braucht es mehr Aufklärung und Information, sowohl der Kinder und Jugendlichen, als auch deren Eltern“, sagte Professor Matthias Birth vom Helios Hanseklinikum in Stralsund. Er und seine Ehefrau Antje haben die Windflüchter-Gala im vergangenen Jahr ins Leben gerufen.

Alexander Müller

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