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Kritik an Plänen für Klinik Wolgast

Schwerin Kritik an Plänen für Klinik Wolgast

Linke fürchtet zusätzliche Krankentransporte

Schwerin. . Den Fraktionen von Linkspartei und AfD gehen Pläne des Gesundheitsministeriums nicht weit genug, die Schließung der Kinderstation im Kreiskrankenhaus Wolgast in Teilen zu revidieren. Es reiche nicht aus, allein einige Betten für Kinder und Jugendliche in der Notfallversorgung einzurichten, sagte der sozialpolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin, gestern. Erforderlich sei vielmehr eine vollständig funktionstüchtige Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Frauen- und Geburtsmedizin, um eine wohnortnahe medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Koplin sagte, es sei zu befürchten, dass die Kinder in dem vorgelegten Modell in Wolgast nur ambulant behandelt werden könnten. „Wenn sie stationär aufgenommen werden müssen, wäre dann ein Weitertransport nach Anklam oder Greifswald nötig“, sagte Koplin. Dies sei „unsinnig“, so der Linken-Politiker, zumal auch die Anbieter von Krankentransporten zusätzlich belastet würden: „Das DRK hat uns gerade erst gesagt, dass sie bereits an der Kapazitätsgrenze arbeiten.“ Ein weiteres Problem seien die Finanzen: Der Krankenhausträger habe für die Umstrukturierung der Kliniken insgesamt 10,5 Millionen Euro beim Bund beantragt, sagte Koplin. Damit sollen etwa die Gehälter von Ärzten und Pflegekräften bezahlt werden, die nach der Schließung der Stationen nicht mehr gebraucht werden, aber weiterhin beschäftigt werden müssen. „Sollte diese Summe nun zurückgezahlt werden müssen, wäre das verbranntes Geld“, sagte Koplin.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Leif-Erik Holm sprach von einem „faulen Kompromiss“, von dem die Bürger nicht wirklich profitierten. „Wirklich empörend“ sei die Äußerung von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU), bei einer Wiederbelebung der Geburtshilfe und Frauenheilkunde in Wolgast werde die Geburtsstation in Anklam gefährdet. Glawe hatte sich am Mittwoch mit Vertretern der Bürgerinitiative getroffen, die für die Wiedereröffnung der vor knapp einem Jahr geschlossenen Kinderstation kämpft. Den Worten Glawes zufolge arbeitet das Ministerium an einem Konzept, um die stationäre Versorgung wieder zu ermöglichen. Dafür seien aber weitere Gespräche erforderlich. axb

OZ

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